Der Briefwechsel zwischen Schiller & Goethe

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Sieben Tage lang bleiben die Briefe unterwegs.

schreibt Schiller am 3. Dezember 1794 an Goethe. Er spricht dabei von Briefen die die Strecke Weimar – Jena zurücklegen mussten, immerhin 23 km.

Dieser Blog hier wurde 2009 bisher von Menschen aus 42 Staaten gelesen angeklickt. Ob er aber für diese Menschen auch nur annähernd die Bedeutung hatte, wie die Briefe die Schiller und Goethe austauschten, wage ich zu bezweifeln.  Ob das Medium und die Geschwindigkeit dabei auch eine Rolle spielen?

Den Breifwechsel zwischen Schiller und Goethe kann man seit einigen Monaten als RSS-Feed nachverfolgen. 215 Jahre nachdem die Briefe geschrieben wurden, erscheinen Sie nunmehr als Blog. Mir sind sie eine liebe Insel der Ruhe in meiner Blogroll geworden.

Gestern gab es wieder Post von Goethe:

Leben Sie recht wohl. Ich hoffe daß es mir so wohl werden soll das neue Jahr mit Ihnen anzufangen.

Entschleunigung

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Schnell, schnell da gibt es was neues, tolles im Internet. Wenn ihr noch schnell einsteigt, seit ihr von Anfang an dabei. Wer ab jetzt dabei ist, kann noch alles nachholen, soviel ist noch nicht passiert.

Giesbert Damaschke veröffentlicht den Briefwechsel zwischen Goethe und Schiller neu. Als Blog. In Echtzeit. Ich habe den RSS-Feed seit ein paar Monaten abonniert. Es macht nicht nur Spaß, die Briefe wieder zu lesen. Ihr Auftauchen zwischen all den täglich, wöchentlich und leider auch stündlich aktualisierten anderen Feeds ist beruhigend langsam. Ich empfehle den Feed als Metronom in den Reader einzubauen.

Aber auch dem schnellen sei Tribut gezollt: Ein Interview von Denis Scheck mit Rüdiger Safranski über die Freundschaft der beiden Briefeschreiber.