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		<title>Polynesisches Segeln</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 18:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard Heinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Schulwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[BYOD]]></category>
		<category><![CDATA[School IT]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Während die Weltöffentlichkeit &#8211; zumindest der Teil, der sich für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien interessiert &#8211; am vergangenen Donnerstag nach New York schaute, ging ein anderes Ereignis eher unbemerkt vonstatten. Doch für die, die dabei waren, war am Ende des Tages klar: Wir haben uns da auf eine spannende Reise gemacht. Und die Ereignisse in New York werden dabei sicher eine Rolle spielen.</p>
<p>Über Apples Initiative haben bereits Viele geschrieben. Besonders gefallen hat mit die Zusammenfassung von <a href="http://wiki.doebe.li/bin/view/Beat/ApplesVorstellungVonDerZukunftDesSchulbuchs">Beat</a>. In der Tat könnte die Initiative dem Lehren und Lernen mit digitalen Medien einen Schub geben. Aber es gibt auch ein paar Fragen, die mir bisher wenig beantwortet wurden:</p>
<ol>
<li>Es ist ja toll, dass mit ibook Author jetzt multimediale Lerninhalte &#8220;ganz einfach&#8221; erstellt werden können. Aber Lerneinheiten mit eingebundenen Videos, Animationen, Simulationen, die gibt es schon. <a href="http://ne.lo-net2.de/atp-synthase/html/atpase2.htm">Hier</a> oder <a href="http://geonext.uni-bayreuth.de/index.php?id=2291&amp;MP=2283-2432#c6211">hier</a>, etwa. Es mag ja einfacher sein, die Elemente zu einem Buch zusammenzustellen. Aber die Arbeit, die Animation zu planen und zu gestalten bleibt&#8230; und sie bleibt aufwendig.</li>
<li>Aus Apples Sicht mag es ausreichen, das Schulbuch zu digitalisieren und den Verkauf über den eigenen Shop zu kanalisieren. Betriebswirtschaftlich kann das wahrscheinlich ein guter Wurf sein. Aber ist die Vision vom neuen Lernen mit Medien wirklich die, dass Schüler in multimedialen Büchern blättern? Die kommunizierte Idee: Der Lehrer (am MacBook) produziert Lehrinhalte, die der Schüler am ipad konsumiert. OK&#8230; aber da geht mehr, oder? Dann braucht aber auch der Schüler in MacBook. Das wird teuer.</li>
</ol>
<p>Beim Kick off zum Projekt School IT Rhein Waal, über das <a href="http://2headz.ch/blog/?p=1965">Mandy</a> bereits berichtet hat, haben wir etwas anderes beschlossen &#8211;  und mich hat es sehr gefreut, dass die vier im Projekt versammelten Schulen gemeinsam diesen, wie ich finde, radikalen Schritt gewagt haben. Wir werden in den Schulen Pilotklassen einrichten, in denen jedes Kind sein eigenes privates Gerät mitbringen darf und soll. Egal, ob das ein Netbook ist, ein Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone. So, werden in diesen Klassen Geräte vorhanden sein, mit denen man Filme drehen kann, andere eigenen sich gut für das Erstellen von Texten und Grafiken, wieder andere sind als schnelle Zugänge zum Internet für kurze Recherchen geeignet und mit allen kann man auf online kommunizieren.</p>
<p>Die Frage war einen kleinen Moment, ob es im Projekt heißen würde: Bring your own tablet  der Marke x. Oder: Bring your own netbook with min. 10 Zoll-Screen und einem Betreibssystem, das in der Lage ist eine Officesoftware aus dem Hause Y zu starten.</p>
<p>Aber, so war dann doch der Konsens: Spannend wird es erst, wenn wir in die Rücksäcke der Schüler schauen, wenn wir schauen, welche Geräte dort sind und wie sie im Unterricht in unterschiedlicher Weise zum Einsatz kommen können. Sicher werden sich da manche Geräte als geeigneter erweisen als andere. Manche werden eine Nische finden, für die sie genutzt werden können. Aber dieses Vorgehen, so die einhellige Meinung, bringt auch die Offenheit, neue technische Innovationen nicht als &#8220;Gegner&#8221; des bisher erreichten zu sehen, sondern als weitere Bereicherung und Möglichkeit. Und wenn sich Lehrer und Schüler auf die Heterogenität einlassen können, dann lassen sie sich auch einfach auf die Entwicklungen ein, die wir im Alltag erleben.</p>
<p>Die Reise ist spannend, denn wir kennen das Ziel nicht. Jedes Ziel, dass wir als konkreten Fixpunkt jetzt definieren könnten, wäre nur ein Ziel, das sich aus dem in der Vergangenheit erreichten definieren lässt. Die Klassen im Projekt werden sich auf den Weg machen, neue Ziele zu entdecken. So, wie einst in Polynesien gesegelt wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die Weltöffentlichkeit &#8211; zumindest der Teil, der sich für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien interessiert &#8211; am vergangenen Donnerstag nach New York schaute, ging ein anderes Ereignis eher unbemerkt vonstatten. Doch für die, die dabei waren, war am Ende des Tages klar: Wir haben uns da auf eine spannende Reise gemacht. Und die Ereignisse in New York werden dabei sicher eine Rolle spielen.</p>
<p>Über Apples Initiative haben bereits Viele geschrieben. Besonders gefallen hat mit die Zusammenfassung von <a href="http://wiki.doebe.li/bin/view/Beat/ApplesVorstellungVonDerZukunftDesSchulbuchs">Beat</a>. In der Tat könnte die Initiative dem Lehren und Lernen mit digitalen Medien einen Schub geben. Aber es gibt auch ein paar Fragen, die mir bisher wenig beantwortet wurden:</p>
<ol>
<li>Es ist ja toll, dass mit ibook Author jetzt multimediale Lerninhalte &#8220;ganz einfach&#8221; erstellt werden können. Aber Lerneinheiten mit eingebundenen Videos, Animationen, Simulationen, die gibt es schon. <a href="http://ne.lo-net2.de/atp-synthase/html/atpase2.htm">Hier</a> oder <a href="http://geonext.uni-bayreuth.de/index.php?id=2291&amp;MP=2283-2432#c6211">hier</a>, etwa. Es mag ja einfacher sein, die Elemente zu einem Buch zusammenzustellen. Aber die Arbeit, die Animation zu planen und zu gestalten bleibt&#8230; und sie bleibt aufwendig.</li>
<li>Aus Apples Sicht mag es ausreichen, das Schulbuch zu digitalisieren und den Verkauf über den eigenen Shop zu kanalisieren. Betriebswirtschaftlich kann das wahrscheinlich ein guter Wurf sein. Aber ist die Vision vom neuen Lernen mit Medien wirklich die, dass Schüler in multimedialen Büchern blättern? Die kommunizierte Idee: Der Lehrer (am MacBook) produziert Lehrinhalte, die der Schüler am ipad konsumiert. OK&#8230; aber da geht mehr, oder? Dann braucht aber auch der Schüler in MacBook. Das wird teuer.</li>
</ol>
<p>Beim Kick off zum Projekt School IT Rhein Waal, über das <a href="http://2headz.ch/blog/?p=1965">Mandy</a> bereits berichtet hat, haben wir etwas anderes beschlossen &#8211;  und mich hat es sehr gefreut, dass die vier im Projekt versammelten Schulen gemeinsam diesen, wie ich finde, radikalen Schritt gewagt haben. Wir werden in den Schulen Pilotklassen einrichten, in denen jedes Kind sein eigenes privates Gerät mitbringen darf und soll. Egal, ob das ein Netbook ist, ein Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone. So, werden in diesen Klassen Geräte vorhanden sein, mit denen man Filme drehen kann, andere eigenen sich gut für das Erstellen von Texten und Grafiken, wieder andere sind als schnelle Zugänge zum Internet für kurze Recherchen geeignet und mit allen kann man auf online kommunizieren.</p>
<p>Die Frage war einen kleinen Moment, ob es im Projekt heißen würde: Bring your own tablet  der Marke x. Oder: Bring your own netbook with min. 10 Zoll-Screen und einem Betreibssystem, das in der Lage ist eine Officesoftware aus dem Hause Y zu starten.</p>
<p>Aber, so war dann doch der Konsens: Spannend wird es erst, wenn wir in die Rücksäcke der Schüler schauen, wenn wir schauen, welche Geräte dort sind und wie sie im Unterricht in unterschiedlicher Weise zum Einsatz kommen können. Sicher werden sich da manche Geräte als geeigneter erweisen als andere. Manche werden eine Nische finden, für die sie genutzt werden können. Aber dieses Vorgehen, so die einhellige Meinung, bringt auch die Offenheit, neue technische Innovationen nicht als &#8220;Gegner&#8221; des bisher erreichten zu sehen, sondern als weitere Bereicherung und Möglichkeit. Und wenn sich Lehrer und Schüler auf die Heterogenität einlassen können, dann lassen sie sich auch einfach auf die Entwicklungen ein, die wir im Alltag erleben.</p>
<p>Die Reise ist spannend, denn wir kennen das Ziel nicht. Jedes Ziel, dass wir als konkreten Fixpunkt jetzt definieren könnten, wäre nur ein Ziel, das sich aus dem in der Vergangenheit erreichten definieren lässt. Die Klassen im Projekt werden sich auf den Weg machen, neue Ziele zu entdecken. So, wie einst in Polynesien gesegelt wurde.</p>
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		<title>Brustimplantate</title>
		<link>http://appendix-blog.de/2012/01/10/brustimplantate/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=brustimplantate</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 07:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard Heinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schulwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Medienscouts]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netze]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2012/01/09/lokalzeit_ruhr.xml?noscript=true&amp;offset=1023&amp;autoPlay=true&amp;#flashPlayer"><img class="alignleft size-medium wp-image-818" title="wdr-ruhr-120109" src="http://appendix-blog.de/files/2012/01/wdr-ruhr-120109-300x181.png" alt="" width="300" height="181" /></a>Zugegeben: Die Überschrift steht nur da, um Aufmerksamkeit zu erheischen. Aber sie hat auch eine kleine Berechtigung (s.u.). Ich kann ja schlecht schreiben: Guckt mal! Ich war im Fernsehen&#8230; könnte ich schon, wäre aber eitel.</p>
<p>Worum geht es: Gestern hat die WDR Lokalzeit Ruhr einen <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2012/01/09/lokalzeit_ruhr.xml?noscript=true&amp;offset=1023&amp;autoPlay=true&amp;#flashPlayer" target="_blank">Bericht</a> über unser Projekt, die Medienscouts NRW, gebracht und ich war als Studiogast zum anschließenden <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2012/01/09/lokalzeit_ruhr.xml?noscript=true&amp;offset=1204&amp;autoPlay=true&amp;#flashPlayer" target="_blank">Interview</a> da. Man kennt das ja: Was passt schon in einen Drei-Minuten-Beitrag von einem monatelangen Projekt? Und was kann man in 3 Minuten Interview sagen, bei dem das Vorgespräch schon um ein Vielfaches länger gedauert hat? Aber in diesem Fall muss ich beide loben: Toni Antoniou, den Journalisten, der den Beitrag gemacht und Lars Tottmann, der die Sendung moderiert hat. Denn beide haben eine Haltung eingenommen, die mir sehr gefallen hat und die mir in vielen Medienberichten zum Thema Jugendliche und Soziale Netze oft fehlt. Da wird immer über die Gefahren berichtet, über die Opfer von Cybermobbing, über Datenklau und Anmache im Internet, über Strafanzeigen wegen ungewollter Parties und verbauter Karrieren wegen Sauffotos im Internet. Je schlimmer der Fall, je auswegloser die Situation, je böser „DAS INTERNET“, umso besser.</p>
<p>Ganz anders gestern: Faszination Facebook ist für Jugendliche Alltag und für Erwachsene fremd und damit bedrohlich. Jugendliche können anderen Jugendlichen helfen einen sicheren Weg durch das Internet zu weisen und dabei selbst aktiv und kreativ die Möglichkeiten digitaler Medien nutzen. Schulen können ihren Schülern helfen, einfach schon indem sie sich dem Thema annehmen, darüber sprechen, es zum Thema machen, und bei Eltern geht es gar nicht so sehr darum, zu kontrollieren, sondern im Kontakt mit ihren Kindern zu bleiben – und ihnen dann die Freiheit zu gehen, sich zu erproben und ihre Freiräume zu erobern. Ich fand Bericht und Interview sehr konstruktiv und ressourcenorientiert.</p>
<p>Das als Sender so rüber zu bringen, ist nicht so reißerisch, wie das weinende Mobbingopfer und die Mutter mit dem entsetzend Blick, aber es hilft auch bei der Zielgruppe der Lokalzeit, um Verständnis zu werben, für die Medienerfahrung und die Mediennutzung der Jugendlichen heute. So stelle ich mir guten Journalismus vor. Und das muss einfach mal anerkennend gesagt werden.</p>
<p>Aufklären muss ich jetzt noch die Überschrift: 3x wurde unser Beitrag verschoben, weil aktuelleres sich in den Vordergrund drängte – oder wie die Redakteurin formulierte: „Ihr Thema ist ja dauerhaft aktuell&#8230;“ Zuerst wurden wir verschoben, weil tote Fische im Baldeneysee in Essen umhertrieben. Danach gab es eine Trittbrettfahrer zum Amoklauf in Lüttich, der einen Tag lang eine Schule in Aufruhr brachte und letzte Woche flogen wir zum dritten Mal aus dem Programm: Wegen Brustimplantaten&#8230;</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2012/01/09/lokalzeit_ruhr.xml?noscript=true&amp;offset=1023&amp;autoPlay=true&amp;#flashPlayer"><img class="alignleft size-medium wp-image-818" title="wdr-ruhr-120109" src="http://appendix-blog.de/files/2012/01/wdr-ruhr-120109-300x181.png" alt="" width="300" height="181" /></a>Zugegeben: Die Überschrift steht nur da, um Aufmerksamkeit zu erheischen. Aber sie hat auch eine kleine Berechtigung (s.u.). Ich kann ja schlecht schreiben: Guckt mal! Ich war im Fernsehen&#8230; könnte ich schon, wäre aber eitel.</p>
<p>Worum geht es: Gestern hat die WDR Lokalzeit Ruhr einen <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2012/01/09/lokalzeit_ruhr.xml?noscript=true&amp;offset=1023&amp;autoPlay=true&amp;#flashPlayer" target="_blank">Bericht</a> über unser Projekt, die Medienscouts NRW, gebracht und ich war als Studiogast zum anschließenden <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2012/01/09/lokalzeit_ruhr.xml?noscript=true&amp;offset=1204&amp;autoPlay=true&amp;#flashPlayer" target="_blank">Interview</a> da. Man kennt das ja: Was passt schon in einen Drei-Minuten-Beitrag von einem monatelangen Projekt? Und was kann man in 3 Minuten Interview sagen, bei dem das Vorgespräch schon um ein Vielfaches länger gedauert hat? Aber in diesem Fall muss ich beide loben: Toni Antoniou, den Journalisten, der den Beitrag gemacht und Lars Tottmann, der die Sendung moderiert hat. Denn beide haben eine Haltung eingenommen, die mir sehr gefallen hat und die mir in vielen Medienberichten zum Thema Jugendliche und Soziale Netze oft fehlt. Da wird immer über die Gefahren berichtet, über die Opfer von Cybermobbing, über Datenklau und Anmache im Internet, über Strafanzeigen wegen ungewollter Parties und verbauter Karrieren wegen Sauffotos im Internet. Je schlimmer der Fall, je auswegloser die Situation, je böser „DAS INTERNET“, umso besser.</p>
<p>Ganz anders gestern: Faszination Facebook ist für Jugendliche Alltag und für Erwachsene fremd und damit bedrohlich. Jugendliche können anderen Jugendlichen helfen einen sicheren Weg durch das Internet zu weisen und dabei selbst aktiv und kreativ die Möglichkeiten digitaler Medien nutzen. Schulen können ihren Schülern helfen, einfach schon indem sie sich dem Thema annehmen, darüber sprechen, es zum Thema machen, und bei Eltern geht es gar nicht so sehr darum, zu kontrollieren, sondern im Kontakt mit ihren Kindern zu bleiben – und ihnen dann die Freiheit zu gehen, sich zu erproben und ihre Freiräume zu erobern. Ich fand Bericht und Interview sehr konstruktiv und ressourcenorientiert.</p>
<p>Das als Sender so rüber zu bringen, ist nicht so reißerisch, wie das weinende Mobbingopfer und die Mutter mit dem entsetzend Blick, aber es hilft auch bei der Zielgruppe der Lokalzeit, um Verständnis zu werben, für die Medienerfahrung und die Mediennutzung der Jugendlichen heute. So stelle ich mir guten Journalismus vor. Und das muss einfach mal anerkennend gesagt werden.</p>
<p>Aufklären muss ich jetzt noch die Überschrift: 3x wurde unser Beitrag verschoben, weil aktuelleres sich in den Vordergrund drängte – oder wie die Redakteurin formulierte: „Ihr Thema ist ja dauerhaft aktuell&#8230;“ Zuerst wurden wir verschoben, weil tote Fische im Baldeneysee in Essen umhertrieben. Danach gab es eine Trittbrettfahrer zum Amoklauf in Lüttich, der einen Tag lang eine Schule in Aufruhr brachte und letzte Woche flogen wir zum dritten Mal aus dem Programm: Wegen Brustimplantaten&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Bring deinen eigenen Computer mit</title>
		<link>http://appendix-blog.de/2012/01/01/bring-deinen-eigenen-computer-mit/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=bring-deinen-eigenen-computer-mit</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 21:17:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard Heinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Schulwelt]]></category>
		<category><![CDATA[1:1-Ausstattung]]></category>
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		<category><![CDATA[School IT]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit Jahresbeginn startet offiziell das Projekt &#8220;School IT Rhein Waal&#8221;. Dazu gab es schon ein paar Meldungen (<a href="http://www.euregio.org/seiten/news.cfm?artikelblockNr=430" target="_blank">hier</a> von der Euregio, <a href="http://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=5545" target="_blank">hier</a> und <a href="http://mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de/news/2011/12/15/neues-eu-projekt-schoolit" target="_blank">hier</a> von der Uni). Das Projekt hat ein paar spannenden Aspekte.</p>
<p>1) <strong>IT-Assistenten</strong><br />
Immer wieder wird betont, dass Schülerinnen und Schüler ihren Lehrkräften im Umgang mit digitalen Medien um Längen voraus sind. Häufig wird dies aber als Hemmnis für den unterrichtlichen Einsatz gesehen, weil es die Lehrkräfte verunsichert. Wir wollen im Projekt aber das Potential Nutzen, das darin steckt und ausgewählte Jugendlichen bewusst als IT-Assistenten einsetzen, die sowohl ihre Lehrer als auch ihre Mitschüler vor allem bei technischen Fragen zum Einsatz digitaler Medien behilflich sein können. Damit sie diesen Aufgaben gewachsen sind, erhalten die Schüler eine Ausbildung, die auch Aspekte des Jugendmedienschutzes berücksichtigt und die die Schulen in Zusammenarbeit mit regionalen IT-Unternehmen gestalten.</p>
<p>2) <strong>Projektseminare</strong><br />
Eine wichtige Motivation der euregio das Projekt zu unterstützen, ist der Bedarf der Unternehmen in der Region an jungen Nachwuchskräften, die das nötige Rüstzeug mitbringen, in einem von IT durchdrungenen Arbeitsalltag zu bestehen. Daher werden im Projekt &#8220;Projektseminare&#8221; durchgeführt, in denen ganze Klasse Projektaufgaben bewältigen, die die Lehrer zusammen mit Mitarbeitern aus IT-Unternehmen entwickeln. Die Schüler können dann bei der Bearbeitung auch auf die Unterstützung der Mitarbeiter bauen.</p>
<p>3) <strong>Niederländisch-deutscher Austausch</strong><br />
In einem ersten Schritt arbeiten im Projekt 2 niederländische und 2 deutsche Schulen mit. Schon in der Phase der Projektentwicklung hat sich gezeigt, wie unterschiedliche die Stand der Medienintegration in beiden Ländern ist und wie hoch das Potential ist, voneinander lernen zu können.</p>
<p>4) <strong>Bring deinen eigenen Computer mit (BYOD: Bring your own device)</strong><br />
Der letzte Aspekt ist derjenige, der mir persönlich besonders wichtig ist. Wir verzichten im Projekt bewusst auf eine technische Ausstattung der Schüler mit Endgeräten. Projektmaßnahmen beziehen sich auf die Entwicklung einer technischen Infrastruktur, die es den Schüler erlaubt, ihre eigenen Geräte mitzubringen, d.h. die Geräte, über die schon heute verfügen.</p>
<p>Die Chancen, die wir darin sehen:</p>
<ul>
<li>Jede Schülergeneration wird auch ihre eigenen Geräte mitbringen. Die Schulen finden einen Weg aus der &#8220;Ausstattungsfalle&#8221;.</li>
<li>Die Schüler arbeiten mit den Geräte, die sie auch privat Nutzen, d.h. die ihnen vertraut sind und für die sie sich verantwortlich fühlen.</li>
<li>Schüler und Lehrer erleben ein Vielfalt von Geräten und Plattformen und lernen mit dieser Vielfalt umzugehen.</li>
<li>Letztlich: Wenn jeder Schüler sein eigenes Geräte mitbringen und nutzen kann, können die Geräte auch wirklich immer dann eingesetzt werden, wenn es sinnvoll und gewünscht ist.</li>
</ul>
<p>Aber auch Herausforderungen sind mit diesem Ansatz verbunden:</p>
<ul>
<li>Überfordert die Heterogenität der Ausstattung die Lehrkräfte?</li>
<li>Überfordert die Heterogenität der Technik, die Infrastruktur in der Schule?</li>
<li>Haben wirklich alle Schüler eigene Geräte und wie werden soziale Ungleichheiten ausgeglichen?</li>
</ul>
<p>Zum Teil gilt in den Projektschulen jetzt noch ein Handyverbot. Der Schritt von diesem Verbot zur Aufforderung, Handys, Smartphones, Netbooks, Tablets und Notebooks mitzubringen und zu nutzen ist ein großer. Aber ob die Schulen, das wollen oder nicht: Diese Geräte werden sich immer mehr in den Schultaschen der Jugendlichen finden. Wir wollen im Projekt aktiv gestalten, damit umzugehen und die Chancen zu nutzen.</p>
<p>Ich bin gespannt und werde hier berichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Jahresbeginn startet offiziell das Projekt &#8220;School IT Rhein Waal&#8221;. Dazu gab es schon ein paar Meldungen (<a href="http://www.euregio.org/seiten/news.cfm?artikelblockNr=430" target="_blank">hier</a> von der Euregio, <a href="http://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=5545" target="_blank">hier</a> und <a href="http://mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de/news/2011/12/15/neues-eu-projekt-schoolit" target="_blank">hier</a> von der Uni). Das Projekt hat ein paar spannenden Aspekte.</p>
<p>1) <strong>IT-Assistenten</strong><br />
Immer wieder wird betont, dass Schülerinnen und Schüler ihren Lehrkräften im Umgang mit digitalen Medien um Längen voraus sind. Häufig wird dies aber als Hemmnis für den unterrichtlichen Einsatz gesehen, weil es die Lehrkräfte verunsichert. Wir wollen im Projekt aber das Potential Nutzen, das darin steckt und ausgewählte Jugendlichen bewusst als IT-Assistenten einsetzen, die sowohl ihre Lehrer als auch ihre Mitschüler vor allem bei technischen Fragen zum Einsatz digitaler Medien behilflich sein können. Damit sie diesen Aufgaben gewachsen sind, erhalten die Schüler eine Ausbildung, die auch Aspekte des Jugendmedienschutzes berücksichtigt und die die Schulen in Zusammenarbeit mit regionalen IT-Unternehmen gestalten.</p>
<p>2) <strong>Projektseminare</strong><br />
Eine wichtige Motivation der euregio das Projekt zu unterstützen, ist der Bedarf der Unternehmen in der Region an jungen Nachwuchskräften, die das nötige Rüstzeug mitbringen, in einem von IT durchdrungenen Arbeitsalltag zu bestehen. Daher werden im Projekt &#8220;Projektseminare&#8221; durchgeführt, in denen ganze Klasse Projektaufgaben bewältigen, die die Lehrer zusammen mit Mitarbeitern aus IT-Unternehmen entwickeln. Die Schüler können dann bei der Bearbeitung auch auf die Unterstützung der Mitarbeiter bauen.</p>
<p>3) <strong>Niederländisch-deutscher Austausch</strong><br />
In einem ersten Schritt arbeiten im Projekt 2 niederländische und 2 deutsche Schulen mit. Schon in der Phase der Projektentwicklung hat sich gezeigt, wie unterschiedliche die Stand der Medienintegration in beiden Ländern ist und wie hoch das Potential ist, voneinander lernen zu können.</p>
<p>4) <strong>Bring deinen eigenen Computer mit (BYOD: Bring your own device)</strong><br />
Der letzte Aspekt ist derjenige, der mir persönlich besonders wichtig ist. Wir verzichten im Projekt bewusst auf eine technische Ausstattung der Schüler mit Endgeräten. Projektmaßnahmen beziehen sich auf die Entwicklung einer technischen Infrastruktur, die es den Schüler erlaubt, ihre eigenen Geräte mitzubringen, d.h. die Geräte, über die schon heute verfügen.</p>
<p>Die Chancen, die wir darin sehen:</p>
<ul>
<li>Jede Schülergeneration wird auch ihre eigenen Geräte mitbringen. Die Schulen finden einen Weg aus der &#8220;Ausstattungsfalle&#8221;.</li>
<li>Die Schüler arbeiten mit den Geräte, die sie auch privat Nutzen, d.h. die ihnen vertraut sind und für die sie sich verantwortlich fühlen.</li>
<li>Schüler und Lehrer erleben ein Vielfalt von Geräten und Plattformen und lernen mit dieser Vielfalt umzugehen.</li>
<li>Letztlich: Wenn jeder Schüler sein eigenes Geräte mitbringen und nutzen kann, können die Geräte auch wirklich immer dann eingesetzt werden, wenn es sinnvoll und gewünscht ist.</li>
</ul>
<p>Aber auch Herausforderungen sind mit diesem Ansatz verbunden:</p>
<ul>
<li>Überfordert die Heterogenität der Ausstattung die Lehrkräfte?</li>
<li>Überfordert die Heterogenität der Technik, die Infrastruktur in der Schule?</li>
<li>Haben wirklich alle Schüler eigene Geräte und wie werden soziale Ungleichheiten ausgeglichen?</li>
</ul>
<p>Zum Teil gilt in den Projektschulen jetzt noch ein Handyverbot. Der Schritt von diesem Verbot zur Aufforderung, Handys, Smartphones, Netbooks, Tablets und Notebooks mitzubringen und zu nutzen ist ein großer. Aber ob die Schulen, das wollen oder nicht: Diese Geräte werden sich immer mehr in den Schultaschen der Jugendlichen finden. Wir wollen im Projekt aktiv gestalten, damit umzugehen und die Chancen zu nutzen.</p>
<p>Ich bin gespannt und werde hier berichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Eigentlich nichts Neues</title>
		<link>http://appendix-blog.de/2011/02/22/eigentlich-nichts-neues/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=eigentlich-nichts-neues</link>
		<comments>http://appendix-blog.de/2011/02/22/eigentlich-nichts-neues/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 23:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard Heinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Schulwelt]]></category>
		<category><![CDATA[1:1-Ausstattung]]></category>
		<category><![CDATA[Mobiles Lernen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://appendix-blog.de/?p=805</guid>
		<description><![CDATA[<p>Vor zwei Wochen erschien das neue Heft &#8220;Computer und Unterricht&#8221; mit dem Titel<a href="http://mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de/news/2011/02/11/themenheft-11-ausstattung" target="_blank"> 1:1-Ausstattungen</a>, dass ich mit Ute Bienengräber-Killmann und Jörg Stratmann zusammenstellen durfte. Worum geht es? Darum, das jedes Kind ein eigenes mobiles Endgerät zur Verfügung hat und es immer dann nutzt, wenn es sinnvoll erscheint.</p>
<p>Hatten wir doch schon! Alter Hut! Mag nun mancher einwerfen. Gibt es doch schon seit 10 Jahren! Was Neues muss her: Lernen mit dem Smartphone, dem ipad, noch mehr. Und das ist dann der Paradigmenwechsel, der das Lernen revolutioniert.</p>
<p>Ob 1:1-Ausstattung ein guter Titel ist? Notebooks im Unterricht spricht von einer Geräteklasse. Mobiles Lernen wird zu sehr mit einer anderen verbunden. 1:1-Computing? Sehr Englisch und zu technisch. 1:1-Lernen auch wieder nicht klar? Geht es um Tandems von zwei Leuten. Also doch die Ausstattung, die die technische Basis ist für Lernszenarien, didaktische Konzepte und der Kristallisationspunkt für viele andere Aktivitäten: Die Planung von LMS und WLAN, den Einsatz von Whiteboards. Die Arbeit an Medienkonzept und interner Lehrerfortbildung. 1:1 setzt aber auch Prioritäten: Nicht der Übergang will gestaltet werden, nicht der Mangel verwaltet. Es geht darum alle Technik dadurch letztlich in den Hintergrund zu drängen, aus dem Fokus zu nehmen, das man ihr den Status des Besonderen nimmt.</p>
<p>Im Heft sind einige Beispiele dokumentiert, die dies anschaulich machen. Dies sind Schulen, die seit Jahren (z.T. seit einem Jahrzehnt) eine solche Medienwirklichkeit in ihren Klassen realisieren.</p>
<p>Ein ideales Publikum fand das Heft bereits auf der Tagung<a href="http://www.schwyz.phz.ch/forschung-und-entwicklung/veranstaltungen/one-to-one-computing-in-der-schule/" target="_blank"> One to One Computing in der Schule: Wie viele Computer braucht ein Schulkind?</a> am 11.02.  in Goldau in der Schweiz. Hier waren über 150 Lehrerinnen und Lehrer der Einladung gefolgt, um sich zu informieren, ob und wie 1:1 an ihren Schulen eingeführt werden könnte&#8230; und warum.</p>
<p>Tagung und Heft stehen an einer wichtigen Gelenkstelle in der Entwicklung: Denn die Ausstattung von Kindern und Jugendlichen zu Hause ist zu umfassend wie nie zuvor. Das bietet Schulen die Möglichkeit auf diese Ausstattung &#8220;einfach&#8221; zuzugreifen und stellt sie gleichzeitig vor die Herausforderung sie integrieren zu müssen und den Nutzenden einen verantwortungsbewussten Umgangen beizubringen.</p>
<p>Das ist sicher für viele Schulen ein neuer Weg. Aber es muss nichts grundsätzlich Neues sein und vor allem muss es nicht immer wieder etwas anderes sein. Eigentlich geht es drum die Versprechen einzulösen, mit denen der Computer einst in die Schulen getragen wurde. Jetzt und in der Breite. Nichts Neues.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zwei Wochen erschien das neue Heft &#8220;Computer und Unterricht&#8221; mit dem Titel<a href="http://mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de/news/2011/02/11/themenheft-11-ausstattung" target="_blank"> 1:1-Ausstattungen</a>, dass ich mit Ute Bienengräber-Killmann und Jörg Stratmann zusammenstellen durfte. Worum geht es? Darum, das jedes Kind ein eigenes mobiles Endgerät zur Verfügung hat und es immer dann nutzt, wenn es sinnvoll erscheint.</p>
<p>Hatten wir doch schon! Alter Hut! Mag nun mancher einwerfen. Gibt es doch schon seit 10 Jahren! Was Neues muss her: Lernen mit dem Smartphone, dem ipad, noch mehr. Und das ist dann der Paradigmenwechsel, der das Lernen revolutioniert.</p>
<p>Ob 1:1-Ausstattung ein guter Titel ist? Notebooks im Unterricht spricht von einer Geräteklasse. Mobiles Lernen wird zu sehr mit einer anderen verbunden. 1:1-Computing? Sehr Englisch und zu technisch. 1:1-Lernen auch wieder nicht klar? Geht es um Tandems von zwei Leuten. Also doch die Ausstattung, die die technische Basis ist für Lernszenarien, didaktische Konzepte und der Kristallisationspunkt für viele andere Aktivitäten: Die Planung von LMS und WLAN, den Einsatz von Whiteboards. Die Arbeit an Medienkonzept und interner Lehrerfortbildung. 1:1 setzt aber auch Prioritäten: Nicht der Übergang will gestaltet werden, nicht der Mangel verwaltet. Es geht darum alle Technik dadurch letztlich in den Hintergrund zu drängen, aus dem Fokus zu nehmen, das man ihr den Status des Besonderen nimmt.</p>
<p>Im Heft sind einige Beispiele dokumentiert, die dies anschaulich machen. Dies sind Schulen, die seit Jahren (z.T. seit einem Jahrzehnt) eine solche Medienwirklichkeit in ihren Klassen realisieren.</p>
<p>Ein ideales Publikum fand das Heft bereits auf der Tagung<a href="http://www.schwyz.phz.ch/forschung-und-entwicklung/veranstaltungen/one-to-one-computing-in-der-schule/" target="_blank"> One to One Computing in der Schule: Wie viele Computer braucht ein Schulkind?</a> am 11.02.  in Goldau in der Schweiz. Hier waren über 150 Lehrerinnen und Lehrer der Einladung gefolgt, um sich zu informieren, ob und wie 1:1 an ihren Schulen eingeführt werden könnte&#8230; und warum.</p>
<p>Tagung und Heft stehen an einer wichtigen Gelenkstelle in der Entwicklung: Denn die Ausstattung von Kindern und Jugendlichen zu Hause ist zu umfassend wie nie zuvor. Das bietet Schulen die Möglichkeit auf diese Ausstattung &#8220;einfach&#8221; zuzugreifen und stellt sie gleichzeitig vor die Herausforderung sie integrieren zu müssen und den Nutzenden einen verantwortungsbewussten Umgangen beizubringen.</p>
<p>Das ist sicher für viele Schulen ein neuer Weg. Aber es muss nichts grundsätzlich Neues sein und vor allem muss es nicht immer wieder etwas anderes sein. Eigentlich geht es drum die Versprechen einzulösen, mit denen der Computer einst in die Schulen getragen wurde. Jetzt und in der Breite. Nichts Neues.</p>
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		<title>Schule ohne Internet</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 23:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard Heinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Schulwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dialog am Sonntagnachmittag:</p>
<blockquote><p>Was macht ihr eigentlich, wenn das Internet mal nicht da ist. Einen ganzen Tag, oder so?</p></blockquote>
<blockquote><p>Mama und Papa können dann nicht mehr arbeiten. Aber ich muss weiter zur Schule. Die hat ja mit dem Internet nichts zu tun.</p></blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dialog am Sonntagnachmittag:</p>
<blockquote><p>Was macht ihr eigentlich, wenn das Internet mal nicht da ist. Einen ganzen Tag, oder so?</p></blockquote>
<blockquote><p>Mama und Papa können dann nicht mehr arbeiten. Aber ich muss weiter zur Schule. Die hat ja mit dem Internet nichts zu tun.</p></blockquote>
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		<title>Die 5 Prozent</title>
		<link>http://appendix-blog.de/2010/10/15/die-5-prozent/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-5-prozent</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 18:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard Heinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschulwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wortschätze]]></category>
		<category><![CDATA[BA]]></category>
		<category><![CDATA[Modul]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gestern hatte ich meine erste Lehrveranstaltung mit BA-Studierenden in Deutschland. Kontakt zu einer neuen Spezies? Am Ende des Semester werde ich es wissen. Eines aber ist mir gestern aufgefallen und wiederholt sich nun im Online-Forum, etwas das ich bereits vor 15 Jahren in Irland erlebt habe.</p>
<p>Damals stand ein Student vor mir und hielt mir ein aus einem Kollegblock gerissenes Stück Papier in, das in einer kaum lesbaren Handschrift beschrieben war. Die Tinte war zum Teil von Teeflecken verschmiert. Er hielt das Papier mit spitzen Finger zwischen uns. Ich schaute es mir an, war mir aber noch nicht sicher, ob es gesundheitlich unbedenklich wäre, es anzufassen.</p>
<blockquote><p>What is this?</p></blockquote>
<p>, fragte ich.</p>
<blockquote><p>The 5 percent.</p></blockquote>
<p>, war die Antwort.</p>
<p>Die Studienleistungen, die für jedes Modul zu erbringen waren, waren im Modulhandbuch in den irischen BA-Studiengängen schon damals genau geregelt. Und ein schriftlich einzureichende Essay schlug mit 5 Prozent der Gesamtnote zu Buche. Der Student damals tat gut daran, nicht zu behaupten, das auf dem Papier, sei ein Essay. Das Stück Papier schlug mit 5 Prozent zu Buche. Aber das trug wenig zur Gesamtnote bei.</p>
<p>Wo ist die Parallele zur Einführungsveranstaltung heute? Die Studierenden berichteten über die bisher gemachten Erfahrungen mit digitalen Medien in Schule und Hochschule.</p>
<blockquote><p>In 6.3 haben wir mit einer Lernplattform gearbeitet.</p></blockquote>
<blockquote><p>In 3.4, nee,  4.3 gab es Tests, mit denen man für die Prüfung lernen konnte.</p></blockquote>
<blockquote><p>In 7.5 haben wir drüber geredet, wie Jugendliche sich heute im Internet beegen.</p></blockquote>
<p>So in der Art hörten sich die Sätze an.</p>
<p>Ich weiß mittlerweile auch, dass ich in den Augen der Studierenden 10.2 „bin“, obwohl ich eigentlich dachte, ich biete das Seminar „Konzeption mediengestützter Lernangebote“ an. Und ich bin der Meinung, dass das ein Unterschied sein könnte.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hatte ich meine erste Lehrveranstaltung mit BA-Studierenden in Deutschland. Kontakt zu einer neuen Spezies? Am Ende des Semester werde ich es wissen. Eines aber ist mir gestern aufgefallen und wiederholt sich nun im Online-Forum, etwas das ich bereits vor 15 Jahren in Irland erlebt habe.</p>
<p>Damals stand ein Student vor mir und hielt mir ein aus einem Kollegblock gerissenes Stück Papier in, das in einer kaum lesbaren Handschrift beschrieben war. Die Tinte war zum Teil von Teeflecken verschmiert. Er hielt das Papier mit spitzen Finger zwischen uns. Ich schaute es mir an, war mir aber noch nicht sicher, ob es gesundheitlich unbedenklich wäre, es anzufassen.</p>
<blockquote><p>What is this?</p></blockquote>
<p>, fragte ich.</p>
<blockquote><p>The 5 percent.</p></blockquote>
<p>, war die Antwort.</p>
<p>Die Studienleistungen, die für jedes Modul zu erbringen waren, waren im Modulhandbuch in den irischen BA-Studiengängen schon damals genau geregelt. Und ein schriftlich einzureichende Essay schlug mit 5 Prozent der Gesamtnote zu Buche. Der Student damals tat gut daran, nicht zu behaupten, das auf dem Papier, sei ein Essay. Das Stück Papier schlug mit 5 Prozent zu Buche. Aber das trug wenig zur Gesamtnote bei.</p>
<p>Wo ist die Parallele zur Einführungsveranstaltung heute? Die Studierenden berichteten über die bisher gemachten Erfahrungen mit digitalen Medien in Schule und Hochschule.</p>
<blockquote><p>In 6.3 haben wir mit einer Lernplattform gearbeitet.</p></blockquote>
<blockquote><p>In 3.4, nee,  4.3 gab es Tests, mit denen man für die Prüfung lernen konnte.</p></blockquote>
<blockquote><p>In 7.5 haben wir drüber geredet, wie Jugendliche sich heute im Internet beegen.</p></blockquote>
<p>So in der Art hörten sich die Sätze an.</p>
<p>Ich weiß mittlerweile auch, dass ich in den Augen der Studierenden 10.2 „bin“, obwohl ich eigentlich dachte, ich biete das Seminar „Konzeption mediengestützter Lernangebote“ an. Und ich bin der Meinung, dass das ein Unterschied sein könnte.</p>
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		<title>Hilde geht ins Internet</title>
		<link>http://appendix-blog.de/2010/10/06/hilde-geht-ins-internet/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=hilde-geht-ins-internet</link>
		<comments>http://appendix-blog.de/2010/10/06/hilde-geht-ins-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 21:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard Heinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Schulwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>

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		<description><![CDATA[<div id="_mcePaste">Mit Hilde* habe ich in den letzten drei Jahren den Karnevalszug der Grundschule organisiert. Anmeldungen schreiben, Kostüme planen, Kamelle kaufen, Strüsjer binden, kötten gehen&#8230; Insider wissen, worum es geht, alle anderen müssen das nicht. Jedenfalls hatten wir dabei eine Menge Spaß. Aber Hilde hat einen Fehler &#8211; aus meiner Sicht. Sie hat kein Internet. Terminabsprachen: Dafür haben unsere Anrufbeantworter tagelang miteinander kommuniziert! Abstimmung von Texten: Ausdruck machen, meiner Tochter mitgeben, hoffen, dass sie ihn an Hildes Sohn (Überwinden der Gendergrenze im 2. Schuljahr!) weitergibt und dass der dann Zuhause dran denkt, das Papier abzugeben. Hilde macht ihre Anmerkungen und der Postweg geht die umgekehrte Richtung. Da konnten locker mal Postlaufzeiten entstehen, die die Hauspost jeder öffentlichen Einrichtung als Expressdienst erscheinen lassen.</div>
<div id="_mcePaste">Aber Hilde bliebt dabei: Ich bin bis heute ohne Internet ausgekommen, also komme ich auch noch morgen ohne aus.</div>
<div id="_mcePaste">Klingt schlüssig und irgendwie ist es ja auch gegangen&#8230; und heute sagt Hilde so ganz nebenbei: Du kannst mir jetzt auch ne E-Mail schreiben! &#8211; und lächelt stolz-verlegen.</div>
<div id="_mcePaste">Wie jetzt? frage ich.</div>
<div id="_mcePaste">Ihre Töchter hat auf die weiterführende Schule gewechselt. Und da arbeiten die jetzt mehr mit Computern,sagt Hilde. Und auch die ganze Post für die Eltern kommt als E-Mail. Und weil Hilde weiß, wie wichtig es ist, ihre Tochter beim Lernen zu unterstützen und weil sie bereit ist, sich &#8220;dafür&#8221; mit &#8220;dem ganzen Zeug&#8221; auseinander zu setzen und weil so hofft, dabei auch noch was zu lernen, hat sie einen Computer gekauft und ein Internet bestellt. Und jetzt sitzen die beiden, Mutter und Tochter, vor dem Rechner. Noch geht das nicht so gut, sagt sie, aber das wird schon.</div>
<p>Was gemerkt, lieber Leser? Schule kann Medienkompetenz fördern, auch bei Eltern&#8230;</p>
<p>*Name vom Autor geändert!</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste">Mit Hilde* habe ich in den letzten drei Jahren den Karnevalszug der Grundschule organisiert. Anmeldungen schreiben, Kostüme planen, Kamelle kaufen, Strüsjer binden, kötten gehen&#8230; Insider wissen, worum es geht, alle anderen müssen das nicht. Jedenfalls hatten wir dabei eine Menge Spaß. Aber Hilde hat einen Fehler &#8211; aus meiner Sicht. Sie hat kein Internet. Terminabsprachen: Dafür haben unsere Anrufbeantworter tagelang miteinander kommuniziert! Abstimmung von Texten: Ausdruck machen, meiner Tochter mitgeben, hoffen, dass sie ihn an Hildes Sohn (Überwinden der Gendergrenze im 2. Schuljahr!) weitergibt und dass der dann Zuhause dran denkt, das Papier abzugeben. Hilde macht ihre Anmerkungen und der Postweg geht die umgekehrte Richtung. Da konnten locker mal Postlaufzeiten entstehen, die die Hauspost jeder öffentlichen Einrichtung als Expressdienst erscheinen lassen.</div>
<div id="_mcePaste">Aber Hilde bliebt dabei: Ich bin bis heute ohne Internet ausgekommen, also komme ich auch noch morgen ohne aus.</div>
<div id="_mcePaste">Klingt schlüssig und irgendwie ist es ja auch gegangen&#8230; und heute sagt Hilde so ganz nebenbei: Du kannst mir jetzt auch ne E-Mail schreiben! &#8211; und lächelt stolz-verlegen.</div>
<div id="_mcePaste">Wie jetzt? frage ich.</div>
<div id="_mcePaste">Ihre Töchter hat auf die weiterführende Schule gewechselt. Und da arbeiten die jetzt mehr mit Computern,sagt Hilde. Und auch die ganze Post für die Eltern kommt als E-Mail. Und weil Hilde weiß, wie wichtig es ist, ihre Tochter beim Lernen zu unterstützen und weil sie bereit ist, sich &#8220;dafür&#8221; mit &#8220;dem ganzen Zeug&#8221; auseinander zu setzen und weil so hofft, dabei auch noch was zu lernen, hat sie einen Computer gekauft und ein Internet bestellt. Und jetzt sitzen die beiden, Mutter und Tochter, vor dem Rechner. Noch geht das nicht so gut, sagt sie, aber das wird schon.</div>
<p>Was gemerkt, lieber Leser? Schule kann Medienkompetenz fördern, auch bei Eltern&#8230;</p>
<p>*Name vom Autor geändert!</p>
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		<title>Keiner Wetterkarte glauben!</title>
		<link>http://appendix-blog.de/2010/09/27/keiner-wetterkarte-glauben/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=keiner-wetterkarte-glauben</link>
		<comments>http://appendix-blog.de/2010/09/27/keiner-wetterkarte-glauben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 07:23:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard Heinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schulwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Abschlusskonferenz Naturwissenschaften entdecken!" src="http://www.richard-heinen.de/wp-content/uploads/2010/08/ne-abschluss-e1285824317436-150x116.jpg" alt="" width="150" height="116" />Am Freitag endete mit einer gelungen <a href="http://www.schulen-ans-netz.de/aktuelle-meldungen/2010/september/beeindruckende-bilanz-des-projektes-naturwissenschaften-entdecken/beeindruckende-bilanz-des-projektes-naturwissenschaften-entdecken.html" target="_blank">Abschlusskonferenz</a> das Projekt „<a href="http://www.naturwissenschaften-entdecken.de" target="_blank">Naturwissenschaften entdecken!</a>“. Viele der Projektbeteiligten waren noch einmal in Bonn zusammen gekommen, auch ich als ehemaliger Projektleiter war eingeladen. Einerseits kann das Projekt sich auf einige positive Ergebnisse zurückblicken, die vor allem in den Bereichen der Vernetzung von Lehrkräften untereinander und mit der fachdidaktischen Forschung erzielt wurden und im Gefolge die Produktion hochwertiger Unterrichtsmaterialien ermöglichte. Doch nun geht es dem Projekt wie vielen Fördermaßnahmen: Die Förderschwerpunkte des Bundes haben sich verschoben und mit einem Schulterzucken wird bekannt gegeben: Ab jetzt haben wir eine andere Baustelle – in die wir die Erfahrungen aus dem Projekt selbstredend einbringen. Nun denn.</p>
<p>Eine kleine Episode hätte mir aber fast die Feierlaune verdorben. Ich möchte sie hier kurz berichten, weil sie einiges zur aktuellen Diskussion um Medienkompetenz aussagt – und darüber, wie unterschiedlich diese definiert wird.</p>
<p>Prof. de Lange aus Osnabrück hat noch einmal <a href="http://http://www.lehrer-online.de/kartografix-schule.php" target="_blank">Kartografix-Schule</a> vorgestellt und gezeigt, wie technisch unaufwändig Schülerinnen und Schüler damit eigene thematische Karten erstellen können. Besonders wichtig war im dabei, dass die Jugendlichen lernen, dass jede Karte nun ein individueller Blick auf das zugrundeliegende Datenmaterial darstellt, bzw. dass man mit Karten auch Aussagen manipulieren kann. Sehr schön verdeutlicht hat er das mit zwei Karten zur Verteilung der Hochschulabsolventen auf die Bundesländer. Mit drei Klassen ergab sich eine differenzierte Karte, die es erforderte sich weitere Gedanken um die Ursachen zu machen. Eine leichte Verschiebung der Klassen und eine Reduzierung auf nur zwei Klassen ergab eine beeindruckende Karte, die einen Gegensatz zwischen alten und neuen Bundesländern suggerierte.</p>
<p>In der Abmoderation durch <a href="http://www.wdr.de/tv/markt/team/helmut_rehmsen.jsp" target="_blank">Helmut Rehmsen</a>, der durch den Tag führte, meinte dieser, Herr de Lange sei aber sehr medienkritisch und würde sicher keiner Wetterkarte glauben. Ein paar Lacher hatte damit auf seiner Seite, und ohne Diskussion ging es weiter im Programm.</p>
<p>Ich denken jedoch nicht, dass das was Herr de Lange gezeigt hat medienkritisch ist, sondern eher ein wichtiger Beitrag dazu, Jugendliche dafür zu sensibilisieren, wie dünn das Eis sein kann, auf das einen Daten und Informationen aus dem Internet führen. Damit ist die Unterrichtsreihe nicht medienkritisch, sondern ein wertvoller Beitrag, eine – im positiven Sinne – kritsche Medienkompetenz aufzubauen und über Potentiale und Gefahren (digitaler) Medien zu reflektieren.</p>
<p>Herrn Rehmsen sei seine Bemerkung verziehen. Aus Sicht der „traditionellen“ Medien ist es wahrscheinlich zielführender unter dem Label Medienkompetenz vor den Gefahren jugendgefährdender Inhalte und datenhungriger Netzwerke zu warnen, als Jugendliche dazu zu ermuntern den Wahrheitsgehalt öffentlich-rechtlichen und privaten Infotainments zu hinterfragen&#8230;</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Abschlusskonferenz Naturwissenschaften entdecken!" src="http://www.richard-heinen.de/wp-content/uploads/2010/08/ne-abschluss-e1285824317436-150x116.jpg" alt="" width="150" height="116" />Am Freitag endete mit einer gelungen <a href="http://www.schulen-ans-netz.de/aktuelle-meldungen/2010/september/beeindruckende-bilanz-des-projektes-naturwissenschaften-entdecken/beeindruckende-bilanz-des-projektes-naturwissenschaften-entdecken.html" target="_blank">Abschlusskonferenz</a> das Projekt „<a href="http://www.naturwissenschaften-entdecken.de" target="_blank">Naturwissenschaften entdecken!</a>“. Viele der Projektbeteiligten waren noch einmal in Bonn zusammen gekommen, auch ich als ehemaliger Projektleiter war eingeladen. Einerseits kann das Projekt sich auf einige positive Ergebnisse zurückblicken, die vor allem in den Bereichen der Vernetzung von Lehrkräften untereinander und mit der fachdidaktischen Forschung erzielt wurden und im Gefolge die Produktion hochwertiger Unterrichtsmaterialien ermöglichte. Doch nun geht es dem Projekt wie vielen Fördermaßnahmen: Die Förderschwerpunkte des Bundes haben sich verschoben und mit einem Schulterzucken wird bekannt gegeben: Ab jetzt haben wir eine andere Baustelle – in die wir die Erfahrungen aus dem Projekt selbstredend einbringen. Nun denn.</p>
<p>Eine kleine Episode hätte mir aber fast die Feierlaune verdorben. Ich möchte sie hier kurz berichten, weil sie einiges zur aktuellen Diskussion um Medienkompetenz aussagt – und darüber, wie unterschiedlich diese definiert wird.</p>
<p>Prof. de Lange aus Osnabrück hat noch einmal <a href="http://http://www.lehrer-online.de/kartografix-schule.php" target="_blank">Kartografix-Schule</a> vorgestellt und gezeigt, wie technisch unaufwändig Schülerinnen und Schüler damit eigene thematische Karten erstellen können. Besonders wichtig war im dabei, dass die Jugendlichen lernen, dass jede Karte nun ein individueller Blick auf das zugrundeliegende Datenmaterial darstellt, bzw. dass man mit Karten auch Aussagen manipulieren kann. Sehr schön verdeutlicht hat er das mit zwei Karten zur Verteilung der Hochschulabsolventen auf die Bundesländer. Mit drei Klassen ergab sich eine differenzierte Karte, die es erforderte sich weitere Gedanken um die Ursachen zu machen. Eine leichte Verschiebung der Klassen und eine Reduzierung auf nur zwei Klassen ergab eine beeindruckende Karte, die einen Gegensatz zwischen alten und neuen Bundesländern suggerierte.</p>
<p>In der Abmoderation durch <a href="http://www.wdr.de/tv/markt/team/helmut_rehmsen.jsp" target="_blank">Helmut Rehmsen</a>, der durch den Tag führte, meinte dieser, Herr de Lange sei aber sehr medienkritisch und würde sicher keiner Wetterkarte glauben. Ein paar Lacher hatte damit auf seiner Seite, und ohne Diskussion ging es weiter im Programm.</p>
<p>Ich denken jedoch nicht, dass das was Herr de Lange gezeigt hat medienkritisch ist, sondern eher ein wichtiger Beitrag dazu, Jugendliche dafür zu sensibilisieren, wie dünn das Eis sein kann, auf das einen Daten und Informationen aus dem Internet führen. Damit ist die Unterrichtsreihe nicht medienkritisch, sondern ein wertvoller Beitrag, eine – im positiven Sinne – kritsche Medienkompetenz aufzubauen und über Potentiale und Gefahren (digitaler) Medien zu reflektieren.</p>
<p>Herrn Rehmsen sei seine Bemerkung verziehen. Aus Sicht der „traditionellen“ Medien ist es wahrscheinlich zielführender unter dem Label Medienkompetenz vor den Gefahren jugendgefährdender Inhalte und datenhungriger Netzwerke zu warnen, als Jugendliche dazu zu ermuntern den Wahrheitsgehalt öffentlich-rechtlichen und privaten Infotainments zu hinterfragen&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Workshop „Lerninfrastruktur in Schulen“</title>
		<link>http://appendix-blog.de/2010/09/15/workshop-%e2%80%9elerninfrastruktur-in-schulen%e2%80%9c/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=workshop-%25e2%2580%259elerninfrastruktur-in-schulen%25e2%2580%259c</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 21:47:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard Heinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schulwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Delfi]]></category>
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>
		<category><![CDATA[Lerninfrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Workshop]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://appendix-blog.de/?p=784</guid>
		<description><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.richard-heinen.de/wp-content/uploads/2010/08/delfi-workshop-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /><a href="http://interaktive-kulturen.de/DeLFI/Workshops#workshop-lerninfrastruktur-an-schulen" target="_blank">Mein erster Workshop</a> auf einer Konferenz liegt hinter mir. Puh! Konkret: der erste Workshop den ich organisiert habe und auf dem ich auch einen Beitrag geleistet habe. Aufregend war da schon. Auch weil es neu war. Fachtagungen, Workshops bei SaN da wusste ich ja irgendwann, wie das geht, aber eine wissenschaftlichen Konferenz, das war dann doch ein neues Format.</p>
<p>Gefreut hat mich, dass auch ganz am Ende der dreitägigen Konferenz Interaktive Kulturen, als viele der wohl über 500 Teilnehmer schon auf dem Heimweg waren, das Duisburg Learning Lab noch gut gefüllt war.</p>
<p>Die Konferenz insgesamt war spannend und ich habe einige sehr anregende Beiträge gehört. Es scheint aber in der Natur der Sache zu liegen, dass auch Sessions die einen Obertitel haben Beiträge bieten, die sehr unterschiedliche Themen adressieren. Ich glaube uns (dem Organisationskommitee an dem auch noch Herr Breiter, Herr Kerres, Frau Schulz-Zander und Herr Welling beteiligt waren) ist es gelungen, fünf Beiträge zusammenzubringen, die das Thema „Lerninfrastruktur an Schulen“ nicht nur aus unterschiedlichen Perspektiven darstellten und unterschiedliche Akzente setzten, sondern insgesamt, die Thematik umfassend darstellten. In der Diskussion der Einzelbeiträge und der abschließenden Diskussion wurde dann auch sehr deutlich, wie wichtig es ist, bei der nachhaltigen Integrationen digitaler Medien in den Alltag von Schulen, eine systemische Perspektive einzunehmen, die nicht nur die einzelne Schule wahrnimmt, sondern auch ihre Eingebundenheit in ein Gesamtsystem, das sich von der Ebene der Einzelschule über den kommunalen Schulträger, die bildungspolitischen Institutionen auf Landesebene bis hin zu Bund und internationalen Organisationen erstreckt.</p>
<p>Die drei zentralen Beiträge kamen von Alfons Musolf und Claus Bauer, die sehr praxisorientiert aus Schulen berichteten, die Medienarbeit aktiv gestalten und dabei sehr unterschiedliche Entwicklungsstände erreicht haben und Wolfgang Vaupel, der die konkreten Unterstützungsangebote und Strategien der Medienberatung NRW darstellte. Herr Welling und ich haben mit unseren Beiträgen am Anfang und Ende versucht den Rahmen zu schaffen und den Blick von der Einzelschule auf das Gesamtsystem zu lenken.</p>
<p>Besonders danken möchte ich Frau Schulz-Zander. Nicht nur für die sehr nette Moderation des Nachmittags, sondern auch für den gelassenen Rückblick am Ende: Viele der Fragen seien ähnlich bereits vor 40 Jahren diskutiert worden als Technik erstmal den Weg in die Schule antragt. Das muss nicht entmutigen, denn es heißt nicht, dass es keine Lösungen gab und gibt, sondern das es für Schulen immer wieder eine Herausforderung ist, sich auf veränderte Bedingungen einzustellen, dass es aber nichtsdestotrotz wichtig ist, an der Entwicklung der Schulen weiterzudenken und Schulen zu unterstützen, eine möglichst gut Schule für ihre Zeit zu sein.</p>
<p>Aber das mache ich heute nicht mehr. Der RE1 von Duisburg nach Köln, der diese Strecke normalerweise in 45 Minuten zurücklegt, ist heute aufgrund eines Problems mit einem ICE vor uns nach nunmehr mehr als 3 Stunden in Düsseldorf angekommen&#8230; Wenn das hier online geht, bin ich immerhin wieder in Köln.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.richard-heinen.de/wp-content/uploads/2010/08/delfi-workshop-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /><a href="http://interaktive-kulturen.de/DeLFI/Workshops#workshop-lerninfrastruktur-an-schulen" target="_blank">Mein erster Workshop</a> auf einer Konferenz liegt hinter mir. Puh! Konkret: der erste Workshop den ich organisiert habe und auf dem ich auch einen Beitrag geleistet habe. Aufregend war da schon. Auch weil es neu war. Fachtagungen, Workshops bei SaN da wusste ich ja irgendwann, wie das geht, aber eine wissenschaftlichen Konferenz, das war dann doch ein neues Format.</p>
<p>Gefreut hat mich, dass auch ganz am Ende der dreitägigen Konferenz Interaktive Kulturen, als viele der wohl über 500 Teilnehmer schon auf dem Heimweg waren, das Duisburg Learning Lab noch gut gefüllt war.</p>
<p>Die Konferenz insgesamt war spannend und ich habe einige sehr anregende Beiträge gehört. Es scheint aber in der Natur der Sache zu liegen, dass auch Sessions die einen Obertitel haben Beiträge bieten, die sehr unterschiedliche Themen adressieren. Ich glaube uns (dem Organisationskommitee an dem auch noch Herr Breiter, Herr Kerres, Frau Schulz-Zander und Herr Welling beteiligt waren) ist es gelungen, fünf Beiträge zusammenzubringen, die das Thema „Lerninfrastruktur an Schulen“ nicht nur aus unterschiedlichen Perspektiven darstellten und unterschiedliche Akzente setzten, sondern insgesamt, die Thematik umfassend darstellten. In der Diskussion der Einzelbeiträge und der abschließenden Diskussion wurde dann auch sehr deutlich, wie wichtig es ist, bei der nachhaltigen Integrationen digitaler Medien in den Alltag von Schulen, eine systemische Perspektive einzunehmen, die nicht nur die einzelne Schule wahrnimmt, sondern auch ihre Eingebundenheit in ein Gesamtsystem, das sich von der Ebene der Einzelschule über den kommunalen Schulträger, die bildungspolitischen Institutionen auf Landesebene bis hin zu Bund und internationalen Organisationen erstreckt.</p>
<p>Die drei zentralen Beiträge kamen von Alfons Musolf und Claus Bauer, die sehr praxisorientiert aus Schulen berichteten, die Medienarbeit aktiv gestalten und dabei sehr unterschiedliche Entwicklungsstände erreicht haben und Wolfgang Vaupel, der die konkreten Unterstützungsangebote und Strategien der Medienberatung NRW darstellte. Herr Welling und ich haben mit unseren Beiträgen am Anfang und Ende versucht den Rahmen zu schaffen und den Blick von der Einzelschule auf das Gesamtsystem zu lenken.</p>
<p>Besonders danken möchte ich Frau Schulz-Zander. Nicht nur für die sehr nette Moderation des Nachmittags, sondern auch für den gelassenen Rückblick am Ende: Viele der Fragen seien ähnlich bereits vor 40 Jahren diskutiert worden als Technik erstmal den Weg in die Schule antragt. Das muss nicht entmutigen, denn es heißt nicht, dass es keine Lösungen gab und gibt, sondern das es für Schulen immer wieder eine Herausforderung ist, sich auf veränderte Bedingungen einzustellen, dass es aber nichtsdestotrotz wichtig ist, an der Entwicklung der Schulen weiterzudenken und Schulen zu unterstützen, eine möglichst gut Schule für ihre Zeit zu sein.</p>
<p>Aber das mache ich heute nicht mehr. Der RE1 von Duisburg nach Köln, der diese Strecke normalerweise in 45 Minuten zurücklegt, ist heute aufgrund eines Problems mit einem ICE vor uns nach nunmehr mehr als 3 Stunden in Düsseldorf angekommen&#8230; Wenn das hier online geht, bin ich immerhin wieder in Köln.</p>
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		</item>
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		<title>Kölner Doppelpack: lit.COLOGNE und Didacta</title>
		<link>http://appendix-blog.de/2010/03/21/kolner-doppelpack-lit-cologne-und-didacta/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kolner-doppelpack-lit-cologne-und-didacta</link>
		<comments>http://appendix-blog.de/2010/03/21/kolner-doppelpack-lit-cologne-und-didacta/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 21:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>richard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbar]]></category>
		<category><![CDATA[Schulwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Vor Ort]]></category>
		<category><![CDATA[didacta]]></category>
		<category><![CDATA[litcologne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.appendix-blog.de/?p=748</guid>
		<description><![CDATA[<p>Schnell war sie in diesem Jahr vorbei die<a href="http://litcolony.de/festival" target="_blank"> lit.COLOGNE</a>. Das kann aber auch damit zu tun haben, dass sich mit der Bildungsmesse <a href="http://www.didacta-koeln.de/" target="_blank">didacta</a> überschnitten hat. Die war dankenswerterweise in Köln, so das ein Besuch beider Veranstaltungen problemlos möglich war. Der Rückblick erfolgt daher auch auf beide Events gemeinsam.</p>
<p><strong>Zunächst die Literatur</strong></p>
<p>Mit fünf Veranstaltungen war ich diesmal dabei. Zwei Erkenntnisse:</p>
<p>1. Die Bedeutung der Moderation</p>
<p>Den Anfang machte Martin Suter in den 	Rheinterassen. Der Saal ist mit immer wieder zu groß und zu 	hallenartig für eine Lesung, aber wenn ich eben doch dem 	Massengeschmack folge, dann muss ich eben damit Leben, dass viele 	Leute neben mir sitzen. Martin Suter hatte es nicht leicht. Er 	musste sich mit einer Moderation herumschlagen, die wissen wollte, 	ob er in der edlen Küche seinem edlen Haus denn überhaupt 	Plastikutensilien habe. Sie wollte mit ihm diskutieren, ob „der 	Schweizer“ seine Identität denn nun eher aus dem Bankgeheimnis 	oder aus der Neutralität heraus definiere. Und sie musste vom 	Publikum deutlich zur Ordnung gerufen werden, als sie nachfasste 	(„Doch doch, unser Publikum interessiert sich für den ganzen 	Martin Suter!“), wie es ihm denn nach dem Tod seines Sohnes 	ergangen sei. Obwohl der Autor klar und deutlich geäußert hatte, 	dass er dieses Thema für einen unterhaltsamen Abend für ungeeignet 	hielt.</p>
<p>Das geht so gar nicht.</p>
<p>Nach Suter kam McCarten. Hier zeigte die Moderation wie man es machen kann. Sie bot dem Autor eine Bühne und war sachkundige Stichwortgeberin. Ihre Ankündigung nach Lesung und Gespräch über Autor, Buch und Beruf natürlich auch alle wichtigen Fragen zu Leben, Hobby und Marotten zu stellen, war offensichtlich ironisch gemeint. War sie zuvor auch bei Suter gewesen?  Der Autor selbst war erstaunlich zurückhaltend und doch unterhaltsam.</p>
<p>Und die dritte Lesung mit Moderation: Nick Hornby. Knauzig saß der Autor auf der Bühne, kratzte immer wieder seinen kahlen Schädel und hatte Spaß. Spaß am Lesen, am Erzählen, am Wechselspiel mit dem Moderator, der seine Rolle wunderbar ausfüllte. Da saßen zwei auf der Bühne, die vor allem ein Ziel hatten: Gute Unterhaltung abzuliefern. Und das gelang! Unterstützt wurden sie dabei von Hornbys deutscher Stimme. Das wurde in aller bester Hörbuchqualität vorgelesen. Und die hört man ja in manchem Hörbuch noch nicht.</p>
<p>2. Autoren dürfen auch Alleine auf die Bühne</p>
<p>Gleich zwei Veranstaltungen kamen ganz ohne Moderation aus und es ist schön zu sehen, dass es Autoren gibt, die nicht nur Bücher sondern auch Bühnen ausfüllen. Zuerst die Kinderabteilung: KNISTER liest nicht, er erzählt, fabuliert, malt, tanzt, singt, rockt und beantwortet Fragen. Und er lässt es sich nicht anmerken, dass er ein Autor von Weltruhm ist. Vielmehr bringt er seine Freude und fast schon Verwunderung zum Ausdruck, dass er all diese schönen Bücher schreiben, Filme machen und vor allem Kinder immer wieder treffen darf. So sieht aktive Leseförderung aus!</p>
<p>In der Erwachsenenabteilung Wolf Haas. Eine Ein-Mann-Show mit einer ordentlichen Portion Selbstironie. Bisher habe ich noch keinen Autor erlebt, der auf der Bühne Leserpost (aus Internetforen) vorliest, die bescheinigen, dass er nur des Geldes wegen schreibt und obendrein noch schlechte Bücher. Die LitCologne-Macher hätten ihn nicht aufs Boot setzen müssen. Da wäre auch so keiner gegangen.</p>
<p>In zehn Jahren ist sie groß geworden die Lit. Sie gehört in den kölschen Jahreszyklus irgendwo zwischen Karneval und Spargelzeit&#8230; Ostern nicht vergessen, Herr Kardinal. Sie ist beständiger als der FC und (meist) pünktlicher als die KVB. Und bei all der Atmosphäre vergibt man ihr auch Thalia. Wer nachhören will: <a href="http://www.wdr.de/radio/home/podcasts/channelausspielung.phtml?channel=litcologne">http://www.wdr.de/radio/home/podcasts/channelausspielung.phtml?channel=litcologne</a></p>
<p><strong>Und nun noch die Bildungsmesse</strong></p>
<p>Die größte war es wohl, mit über 100.000 Besuchern. Beeindruckend. Schwimmnudeln gab es dieses Jahr keine. Jedenfalls nicht kostenlos. Dafür Fähnchen. Weiß der Henker, was man damit macht. Aber ich habe Leute gesehen, die stolz dicke Bündel davon nach Hause schleppten. Beeindruckend. E-Learning, digitale Medien im Unterricht. Entweder waren sie kein Thema oder das ganz große Thema. Wie man das sehen will. Interaktive Whiteboards waren der Renner, wie schon im letzten Jahr. „Prima, da hab ich wieder alles im Griff und bin trotzdem modern!“, sagt der eine, der andere: „Teuer sind sie ja schon, aber so kann ich die Schüler nochmal so richtig beeindrucken.“ Das sind Anfänge, aber keine Ziel. Würde ich mal sagen.</p>
<p>Der <a href="http://www.mediendidaktik.de" target="_blank">Lehrstuhl</a> war ebenfalls mit einem Stand vertreten. Der lag zwar ein wenig in der Ecke, aber gleich am Forum E-Learning, war klar und übersichtlich gestaltet und wurde – und das kann sicher nicht jeder Stand von sich behaupten – immer wieder gezielt angesteuert. So macht Standdienst Spass, wenn nicht einfach nur Gummibärchen, Fähnchen (!) und Messerabatte abgegriffen werden, sondern wenn Leute kommen und sagen: Gut, dass ich Sie gefunden haben, ich interessiere mich für Ihren Studiengang und habe da mal ein paar Fragen.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schnell war sie in diesem Jahr vorbei die<a href="http://litcolony.de/festival" target="_blank"> lit.COLOGNE</a>. Das kann aber auch damit zu tun haben, dass sich mit der Bildungsmesse <a href="http://www.didacta-koeln.de/" target="_blank">didacta</a> überschnitten hat. Die war dankenswerterweise in Köln, so das ein Besuch beider Veranstaltungen problemlos möglich war. Der Rückblick erfolgt daher auch auf beide Events gemeinsam.</p>
<p><strong>Zunächst die Literatur</strong></p>
<p>Mit fünf Veranstaltungen war ich diesmal dabei. Zwei Erkenntnisse:</p>
<p>1. Die Bedeutung der Moderation</p>
<p>Den Anfang machte Martin Suter in den 	Rheinterassen. Der Saal ist mit immer wieder zu groß und zu 	hallenartig für eine Lesung, aber wenn ich eben doch dem 	Massengeschmack folge, dann muss ich eben damit Leben, dass viele 	Leute neben mir sitzen. Martin Suter hatte es nicht leicht. Er 	musste sich mit einer Moderation herumschlagen, die wissen wollte, 	ob er in der edlen Küche seinem edlen Haus denn überhaupt 	Plastikutensilien habe. Sie wollte mit ihm diskutieren, ob „der 	Schweizer“ seine Identität denn nun eher aus dem Bankgeheimnis 	oder aus der Neutralität heraus definiere. Und sie musste vom 	Publikum deutlich zur Ordnung gerufen werden, als sie nachfasste 	(„Doch doch, unser Publikum interessiert sich für den ganzen 	Martin Suter!“), wie es ihm denn nach dem Tod seines Sohnes 	ergangen sei. Obwohl der Autor klar und deutlich geäußert hatte, 	dass er dieses Thema für einen unterhaltsamen Abend für ungeeignet 	hielt.</p>
<p>Das geht so gar nicht.</p>
<p>Nach Suter kam McCarten. Hier zeigte die Moderation wie man es machen kann. Sie bot dem Autor eine Bühne und war sachkundige Stichwortgeberin. Ihre Ankündigung nach Lesung und Gespräch über Autor, Buch und Beruf natürlich auch alle wichtigen Fragen zu Leben, Hobby und Marotten zu stellen, war offensichtlich ironisch gemeint. War sie zuvor auch bei Suter gewesen?  Der Autor selbst war erstaunlich zurückhaltend und doch unterhaltsam.</p>
<p>Und die dritte Lesung mit Moderation: Nick Hornby. Knauzig saß der Autor auf der Bühne, kratzte immer wieder seinen kahlen Schädel und hatte Spaß. Spaß am Lesen, am Erzählen, am Wechselspiel mit dem Moderator, der seine Rolle wunderbar ausfüllte. Da saßen zwei auf der Bühne, die vor allem ein Ziel hatten: Gute Unterhaltung abzuliefern. Und das gelang! Unterstützt wurden sie dabei von Hornbys deutscher Stimme. Das wurde in aller bester Hörbuchqualität vorgelesen. Und die hört man ja in manchem Hörbuch noch nicht.</p>
<p>2. Autoren dürfen auch Alleine auf die Bühne</p>
<p>Gleich zwei Veranstaltungen kamen ganz ohne Moderation aus und es ist schön zu sehen, dass es Autoren gibt, die nicht nur Bücher sondern auch Bühnen ausfüllen. Zuerst die Kinderabteilung: KNISTER liest nicht, er erzählt, fabuliert, malt, tanzt, singt, rockt und beantwortet Fragen. Und er lässt es sich nicht anmerken, dass er ein Autor von Weltruhm ist. Vielmehr bringt er seine Freude und fast schon Verwunderung zum Ausdruck, dass er all diese schönen Bücher schreiben, Filme machen und vor allem Kinder immer wieder treffen darf. So sieht aktive Leseförderung aus!</p>
<p>In der Erwachsenenabteilung Wolf Haas. Eine Ein-Mann-Show mit einer ordentlichen Portion Selbstironie. Bisher habe ich noch keinen Autor erlebt, der auf der Bühne Leserpost (aus Internetforen) vorliest, die bescheinigen, dass er nur des Geldes wegen schreibt und obendrein noch schlechte Bücher. Die LitCologne-Macher hätten ihn nicht aufs Boot setzen müssen. Da wäre auch so keiner gegangen.</p>
<p>In zehn Jahren ist sie groß geworden die Lit. Sie gehört in den kölschen Jahreszyklus irgendwo zwischen Karneval und Spargelzeit&#8230; Ostern nicht vergessen, Herr Kardinal. Sie ist beständiger als der FC und (meist) pünktlicher als die KVB. Und bei all der Atmosphäre vergibt man ihr auch Thalia. Wer nachhören will: <a href="http://www.wdr.de/radio/home/podcasts/channelausspielung.phtml?channel=litcologne">http://www.wdr.de/radio/home/podcasts/channelausspielung.phtml?channel=litcologne</a></p>
<p><strong>Und nun noch die Bildungsmesse</strong></p>
<p>Die größte war es wohl, mit über 100.000 Besuchern. Beeindruckend. Schwimmnudeln gab es dieses Jahr keine. Jedenfalls nicht kostenlos. Dafür Fähnchen. Weiß der Henker, was man damit macht. Aber ich habe Leute gesehen, die stolz dicke Bündel davon nach Hause schleppten. Beeindruckend. E-Learning, digitale Medien im Unterricht. Entweder waren sie kein Thema oder das ganz große Thema. Wie man das sehen will. Interaktive Whiteboards waren der Renner, wie schon im letzten Jahr. „Prima, da hab ich wieder alles im Griff und bin trotzdem modern!“, sagt der eine, der andere: „Teuer sind sie ja schon, aber so kann ich die Schüler nochmal so richtig beeindrucken.“ Das sind Anfänge, aber keine Ziel. Würde ich mal sagen.</p>
<p>Der <a href="http://www.mediendidaktik.de" target="_blank">Lehrstuhl</a> war ebenfalls mit einem Stand vertreten. Der lag zwar ein wenig in der Ecke, aber gleich am Forum E-Learning, war klar und übersichtlich gestaltet und wurde – und das kann sicher nicht jeder Stand von sich behaupten – immer wieder gezielt angesteuert. So macht Standdienst Spass, wenn nicht einfach nur Gummibärchen, Fähnchen (!) und Messerabatte abgegriffen werden, sondern wenn Leute kommen und sagen: Gut, dass ich Sie gefunden haben, ich interessiere mich für Ihren Studiengang und habe da mal ein paar Fragen.</p>
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