Schulblogs – Hochschulblogs

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Wie es scheint, ist das Bloggen unter Hochschullehrenden verbreiteter als unter Lehrern an Schulen. Zumindest finde ich da deutlich mehr Seiten, die sich im weitesten Sinne mit dem Internet und seinen didaktischen Möglichkeiten beschäftigen.

Nach und nach werde ich hier auf den einen oder anderen Lehrerblog verweisen. Als erstes: Lehrerzimmer – Herr Rau kommentiert. Ein Lehrerblog.

Da kommt viel Zusammen. Privates und schulisches. Unterhaltsames und ernstes. Einzelne Beiträge werde ich demnächst wohl kommentieren. Heute kam ein Hinweis auf einen kleinen Beitrag in einem Blog eines Herrn Spannagel, dessen Hintergrund ich noch nicht ganz ergründen konnte. Der Hinweis aber war lohnend. Danke!

Schulblog

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Da fährt ein Journalist an eine Hauptschule und ist nach zwei Wochen erstaunt, dass er die meisten seiner Klischees nicht bestätigt findet. Er trifft auf engagierte Lehrer, auf eine Schulleitung, die sich für ihre Schule einsetzt, auf Schüler die lernen wollen und können. Die sozialen Probleme stehen nicht so im Vordergrund, wie er es erwartet hat und auch die Migranten fallen nicht so sehr auf.Wahrscheinlich ist er an einer relativ normalen Hauptschule gelandet. Nicht besser und nicht schlechter als viele andere auch. Aber das will er nicht glauben. Vielmehr sucht er nach Erklärungen, warum diese so gut laufende Schule eben nicht typisch ist, wieso er doch wahrscheinlich an einer Vorzeigeschule, an einem Leuchtturm, an einem potemkinschen Dorf gelandet ist.

Schade eigentlich, denn so, wie er die Lehrer, die Schüler, die Schule beschreibt, so lerne ich sie auch immer wieder kennen. Vor allem begegnen mir immer wieder Lehrerinnen und Lehrer, die sich am schlechten Bild in der Öffentlichkeit nicht stören, sondern die einfach auf ihre Schüler schauen und schauen, wie sie ihnen helfen können zu lernen, die einfach ihren Jobs gut machen. Sie wissen dabei auch, dass vieles besser laufen könnte. Sie wissen aber auch, das Gejammere nichts viel hilft.

Immerhin: Nach zwei Wochen zollt er den Lehrern Respekt. Das wenigste.

Ein Tag in der Villa Kunterbunt

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Eine einfache Frage an eine Gruppe von Kindern, gestellt von ihrer Lehrerin abends um 22 Uhr während einer Lesenacht. Und die Antwort ein kleines schillerndes Kaleidoskop. Die Kinder, alle aus einer 2. Klassen, hatten sich in einer Leserunde gegenseitig aus Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf vorgelesen. Im anschließenden Gespräch fragt die Lehrerin, was die Kinder den machen würden, wären sie nur einen Tag ein Kinder in der Villa Kunterbunt, dass tun und lassen darf, was es will.

Eine Junge mit sich uns seiner Welt im Reinen und noch ganz im deutschen Sommermärchen gibt die erste Antwort: Fußball spielen!

Ein türkischer Junge mit Heldenmut schließt sich an: Ich würde eine Stadt retten!

Ein Mädchen, der elterlichen Obhut und Kontrolle entwichen: Ich würde den ganzen Tag nur Süßigkeiten essen.

Darauf ein Mädchen, das sichtlich unter zu gutem oder zu schlechtem Essen und zu wenig Bewegung leidet mit glänzenden Augen: Auja, aber nur wenn man dann nicht dicker wird!

Ein Mädchen schließt sich an, das in seiner Kleidung bereits das Modebewusstsein der Mutter spiegelt: Nein! Man sollte von den Süßigkeiten sogar immer dünner werden.

Der Fußballspieler verdreht die Augen und beendet das Thema: Nein! Wenn man immer dünner wird, dann wird man magersüchtigt.

Mehr ist nicht zu sagen…