Der Traum vom 100-EUR-Laptop

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Vor zwei Wochen -und ich schüttele noch heute mein sicher nicht weises Haupt- verwunderte mich der Traum von Steve Wozniak. Den nimmt nun auch Joachim Wedekind, der auch den amüsanten Text von Isaac Asimov mit dem Titel „The Fun they had“ kennt, auf den mich Jochenenglisch erst dankenswerterweise aufmerksam gemacht hat, zum Anlass von einem eigen Traum zu berichten, dem Traum von 100-EURO-Laptop. (mehr …)

Nachhaltigkeit von Fortbildungen

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Das ist eine kleine Anekdote, die ich gerne wiedergebe. Sie beginnt in der Zeit als die .com-Blase noch ein Bläschen war – irgendwann Ende der 90-er. Ich war wieder in Deutschland und für’s Goethe-Institut und andere als „Handlungsreisender“ in Sachen „Computer und Unterricht“ landauf-landab unterwegs. Eines Tages lief mir -ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr woher- ein Privatschüler zu. Und der Stand auf der didacta auf einmal und nach mehr oder weniger zehn Jahren wieder vor.

Aber der Reihe nach: (mehr …)

Virtuelle Lehrer

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1996 habe ich zum ersten Mal meine Schüler auf einer Reise durch das Internet geschickt. 1997 habe ich mein erstes E-Mail-Projekt vor die Wand gefahren und im selben Jahr auch eins zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Ende 1997 hat an der UL ein Mensch von der Open University in England gesprochen und ich habe die ersten Artikel von Helmut Brammerts und David Little gelesen. So fing das an mit den digitalen Medien im Unterricht. Begleitet wurde das ganze immer von der bangen Frage mancher Kollegen: Wird uns der Computer denn ersetzen?

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schuelerVZ – Bloggen Schueler?

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Dann versuch ich mal ein paar lose Fäden zusammenzufassen und schau mal, ob sich ein Strick draus drehen lässt.

Daniel Weber machte sich letzthin Sorge um den Berufsstand des Journalisten.

Jan Schmidt hat in seiner Studie „Wie ich blogge!?“ 2005 „nur“ 17,7 Prozent bloggende Teenager gefunden. Nur? Und wie sieht es 2007 aus?

Herr Rau -und nicht nur er- macht sich Gedanken, wie er seine Klassen über die Gefahren des Internets aufklärt. Dafür bekommt er zurecht Lob gespendet.

Und dann erscheint plötzlich und unerwartet (?) der kleine Bruder von studiVZ unter dem Namen schuelerVZ als Alpha-Version.

Und jetzt?

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Nervt das!?

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Was wird denn in Zeiten von Web 2.0 aus dem „guten alten Journalismus“? Wozu braucht man denn noch sauber recherchierte Reportagen und aktuelle Nachrichten, wenn jeder sein eigener Newscreator sein kann? Eine berechtigte Sorge? Daniel Weber sieht -darauf weist ein lesenswerter Blog aus der Schweiz hin- mit Sorge in die Zukunft und ist genervt von Web 2.0, von Youtube und Blogs. Denn er fühlt sich in die Enge getrieben, verdrängt. Seine düstere Zukunft hat er sich bei… Youtube (sic!) angeschaut. EPIC 2015 heißt der Film, der eine Fusion von Google und Amazon prognostiziert und den Untergang der heute etablierten Presse. Darf/muss er so trübe in seine Zukunft sehen? Oder wird nicht wie schon so oft, neben zahlreiche „alte“ Medien ein „neues“ treten? Und werden nicht alle ihre Berechtigung und ihre Kundschaft haben? (mehr …)

Bilder im Kopf

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Heute mal was zum hören. Auf WDR5 ist derzeit die weltweit erste Fotoausstellung im Radio nicht zu sehen, sondern zu hören. Und das ist irrsinnig gut. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Steibrück, Willemsen, Pleitgen, Künast, Niedecken u.a.) beschreiben jeweils ein Foto und ihre persönliche Beziehung zu diesem Foto. Beim Lesen der Bildertitel hat man viele Bilder gleich im Kopf, weil sie so bekannt sind (Flucht aus Ost-Berlin – Marily Monroe auf einem Lüftungs-Schacht), bei manchen, zu denen es den Hörtext noch nicht gibt, bin ich mir nicht sicher, ob ich das richtige Bild im Kopf habe. Aber auch bei den bekannten werden durch die Hörtexte manche Details in Erinnerung gerufen oder erst „sichtbar“. Und die persönlichen Kommentaren erwecken fast den Eindruck, als würde man gemeinsam durch eine Ausstellung schlendern.

Noch bis zum 9.2. wird täglich um 12.05 in WDR5 – Scala ein weiteres Bild enthüllt. Wer nun aber um die Zeit nicht vor dem Radio sitzen kann, der finden im Internet zwar keinen Podcast aber immerhin die Hörtexte as downloadbare mp3s. Dazu gibt es noch Erläterungen zur Entstehung der Bilder und den Fotografen.

„Ganz großes Radio. Das!“

Lehrer-Blogs

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Knapp zwei Wochen ist es nun her, seit ich auf Lehrer-Online exemplarisch ein paar Lehrer-Blogs vorgestellt habe. Die Reaktionen haben mich überrascht. Vor allem habe ich zahlreiche Hinweise auf Blogs erhalten, die ich nicht erwähnt habe. Ich wollte mit der Auswahl sicher keinem auf den Schlips treten, sondern die Auswahl für den Blogneuling übersichtlich halten.

Die Hinweise kamen aber oft nicht von den Bloggern selbst, sondern von ihren Lesern, die selbst nur lesend unterwegs sind. Vor allem dieser Umstand hat mich bewogen, die Blogs mal in einer Liste zusammenzustellen, die jetzt ganz links zu sehen ist. Die Liste enthält als meine ursprüngliche Auswahl, die Blog, die mir von ihren Autoren angetragen wurden und die Empfehlungen der Leserschaft.

Ein Blick durch die Blogrolls der nun versammelten Blogs erweckt den Eindruck, da nun eine kleine Gemeinschaft annähernd abgebildet zu haben. Oder sind da noch viele Lehrer-Blogs, die ich nicht entdeckt habe. Ich werde die Liste mal unkommentiert weiterführen. Vielleicht meldet sich ja auch der ein oder andere noch.

Sehr schön finde ich die Idee vom Lehrerfreund, die Top-Ten-Lehrersites 2006 aufzulisten – fast ausschließlich sind’s Blogs. Bis Freitag dürfen wir noch gespannt sein, wer auf die Ehrenliste kommt.

Brauchen wir eine radikal geänderte Lehrerrolle?

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Im Konzeptblog habe ich den Hinweis auf einen Artikel von Peter Baumgartner gelesen, der beim Lesen an mancher Stelle meinen Widerspruch hervorrief.

Zunächst scheint mir die Einschränkung sozialer Software auf nur sehr sehr wenige Programme zu eng. Podcast, Wikis und Weblog werden ausgeschlossen, während Bildarchiven und Bookmarksystemen eine besondere Bedeutung zugeschrieben wird. Meine eigenen Erfahrungen sind da andere, durch das lesen, schreiben und kommentieren von Weblog habe ich alleine in den letzten Woche mehr Kontakte knüpfen können, als ich vermutet hätte. Hingegen konnte ich durch die gelegentliche und noch nicht sehr systematische Durchforstung und Nutzung von del.icio.us zwar eine Reihe interessanter Webseiten entdecken, aber bin auf diesem Weg in keinen Kontakt zu anderen getreten.

Die Gleichsetzung von Wiki und Forum halte ich ebenfalls für gewagt, da ich in der Arbeit mit Wikis eine deutlich stärkere Ergebnis- und Produktorientierung sehe, verbunden mit dem Wunsch der einzelnen Beteiligten diese Produkt gemeinsam zu schaffen.

Besonders auffällig sind aber die Probleme die Baumgartner bei der Nutzung sozialer Software im Unterricht sind. Zentraler Punkt ist für ihn dabei der Kontrollverlust nicht nur über Inhalte, die das Internet schon vor dem Web 2.0 mit sich gebracht haben soll, sondern auch über die Kontakte die Lernende nutzen.

Ich habe den „Verlust“ über die Kontrolle der Inhalte im Unterricht immer als Herausforderung empfunden und für die Lernenden als Bereicherung gesehen. Eine Kontrolle habe ich nur in den Fällen versucht auszuüben, wenn ich eine didaktische Reduzierung der Stoffmenge für angezeigt hielt.

Ein LMS würde ich kaum als abgeschotteten Raum mit ausgewählten Inhalten sehen, sondern als vorbereitetes Basislager für die Expedition ins Internet, denn wenn ich aus den engen Räumen nicht in die weiten des Internets losziehen kann, muss ich doch fragen, warum ich überhaupt eine Software im Internet nutze.

Sich der Herausforderung, ein Seminar nicht nur über sondern auch mit Social Software zu gestalten, zu stellen, sollte  eine Selbstverständlichkeit sein. Damit aus dem „Lernen und Reden über“ ein Erleben wird. Und dann bin ich pädagogischen Ansätzen, die es schon lange vor dem Computer, dem Internet und dem Web 2.0 im Unterricht gab.

Die geforderte Änderung der Lehrerrolle besteht auch ebenso lange. Die Frage ist, ob ich mich der Forderung stelle und ob ich vielleicht neue oder geänderte technische Möglichkeiten zum Anlass nehme meine Lehrerrolle zu ändern.

Eine veränderte Lehrerrolle werden wir auch in 10 Jahren noch brauchen, wenn das Web 2.0 längst Geschichte ist. Und Lehrer mit der geforderten Sichtweise gibt es auch heute schon. Und manche von ihnen haben noch nie einen Computer im Unterricht zum Einsatz gebracht.

Lehrer-Online und Web 2.0

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Zum Start des neuen Jahres haben wir gleich zwei Themenschwerpunkte gemacht. Der erste ist nur ganz klein und dient dazu, die Aktion von Menschen für Menschen mit den Killerpilzen unterstützen. Der zweite nimmt die römischen Verträgen und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft zu Anlass, das Thema Europa noch einmal mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Beide Themenschwerpunkte versammeln vor allem bestehendes Material, bei der EU ist aber schon das eine oder andere neu, im Laufe des ersten Halbjahres wird auch noch was dazu kommen.

Bisher sind die Sachen dort viel „klassisches“ Material: Recherche, Präsentation, E-Mail-Kooperation.

Das soll sich insgesamt auf Lehrer-Online ändern und um das zu unterstützen, habe ich im aktuellen Newsletter die Anfang Dezember eingeführte Rubrik „Zur Sache“ nochmal mit Inhalt gefüllt und eine Seite zu Web 2.0 geschrieben. Ziel des Ganzen: Das Thema auf Lehrer-Online.de zu eröffnen. Die ausgewählten Unterrichtseinheiten zu Wiki, Weblog und Podcast sollen weniger zeigen, was wir schon alles haben, als vielmehr zeigen, worum es im Unterricht gehen kann.

Drei Artikel zur Einführung habe ich ausgewählt, die hoffentlich unterschiedlich weit informierte Leser ansprechen und in ihrer Gesamtheit ein facettenreiches Bild abgeben. (Nuja, für manchen werden das auch alte Bekannte sein.)

Zum Schluss gibt es dann noch ein paar Links zu ein paar sehr unterschiedlichen Lehrerblogs. Dies nicht nur mit dem Ziel, den Lesern auch so einen Zugang zum Thema zu ermöglichen, sondern auch um Mitstreiter zu finden, dass Thema auf Lehrer-Online.de auszubauen.

Hier die ausgewählte Blogs. Ein paar lese ich schon eine Weile. Ein paar habe ich in den letzten Wochen neu entdeckt.

Kleiner Nachtrag: Gerade lese ich bei Herrn Rau, wie er del.icio.us nutzt. Lesenswert, weil er anschaulich klar macht

  • wie del.icio.us funktioniert,
  • wie er es für den Unterricht nutzt
  • und welche Gefahren es vielleicht auch haben kann.

Gefreut habe ich mich, dass ich bei Herrn Rau zum ersten Mal sehr direkt was zum erstenmal Unterrichten mit Blogs und Podcasts gefunden habe. Aber das liegt wahrscheinlich nur daran,  das ich dort noch nicht lange genug mitlese.