Den Blick heben

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Im September haben wir zum offiziellen Abschluss des Projektes School IT Rhein Waal in Duisburg eine Fachtagung organisiert. Die Frage stand dann im Raum: Und jetzt? Natürlich, ein Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass es einen festen Beginn und ein zeitlich festgesetztes Ende hat. Gleichzeitig war aber auch allen Beteiligten von Beginn an klar: Die angestrebten Veränderungen im Lehren und Lernen mit digitalen Medien brauchen an den Projektschulen mehr Zeit als die 2 Erprobungsjahre. Für die Schulen geht mit dem Projektende also vor allem eine Zeit des organisierten Austauschs und der Zusammenarbeit im Projekt zu Ende. Schulintern geht es weiter. In manchen Fällen wurden aber sowohl die Zusammenarbeit mit den kritischen Fragern von der Uni und der Austausch mit gleichgesinnten Schulen als Hilfe im Entwicklungsprozesse gesehen. Hier keimen gerade neue Netzwerke. Aber wie das mit Keimungsprozessen so ist, sie bedürfen manchmal der Ruhe und Geborgenheit. Dazu also später mehr.

Eine erste sichtbare Folgeerscheinung des Projektes war die Zukunftswerkstatt, die wir am learninglab in dieser Woche in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg, der Medienzentrum der Stadt und dem Kompetenzteam durchgeführt haben. Schulleitungen, Medienbeauftragte und Lehrkräfte von 5 Duisburger Schulen haben einen Tag lang geplant, ob und wie sie den Weg gemeinsam gehen könnten, zu dem, was wir mittlerweile gerne hybride oder vielfältige Lerninfrastrukturen nennen. Der Auftakt war spannend und das Engagement groß. Die Zukunft wird zeigen, was sich hier entwickelt. Ein paar Ansatzpunkte aber sind mir wichtig:
– Die Stadt engagiert sich mit verschiedenen Organisationen in der Zusammenarbeit. Der Schulträger übernimmt nicht nur Verantwortung für die technische Ausstattung der Schulen, er setzt sich mit ihnen an einen Tisch, um sie bei der Nutzung dieser Ausstattung zu unterstützen.
– Die Schulen haben sich klar gemacht, dass es bei der gemeinsamen Arbeit zwar auch um technische Lösungen geht. Wichtiger aber ist ihnen, dass sie sich gemeinsam über pädagogische und didaktische Fragestellungen austauschen.
– Sie haben ein Bewusstsein dafür, dass es ein längerer Prozess ist, das gesamte Kollegium mitzunehmen, dass hierfür nicht nur Fortbildungen erforderlich sind, sondern dass in den Kollegien ein Austausch untereinander entwickelt werden muss.
– Es besteht die Hoffnung, dass diese Prozesse besser gelingen können, wenn man sich mit mehreren Schulen gemeinsam auf den Weg macht.

Mit diesen Eindrücken nach einem spannenden Tag fiel mir dann der Artikel in der aktuellen GEO in die Hände. „Digital macht schlau!“ Im Anleser werden die Chancen beschworen, die Tablets und Internet für das Lernen bieten. Der folgende Artikel weist aber einige interessante Leerstellen auf.

  1. Zunächst wird ein Bild entworfen, wie es sein könnte: Also Bespiel werden die Steve-Jobs-Schulen angeführt, die in den Niederlanden im letzten Jahr gegründet wurden. Papier und Bücher scheint es dort nicht mehr zu geben – alles findet am, auf und mit dem iPad statt. Alles? Nicht alles, denn auf dem Schulhof getobt wird trotzdem. Ich will nicht diskutieren, ob digitale Medien (jetzt, heute, in diesem Jahrzehnt) analoge komplett ersetzen können oder sollten. Das wichtige an diesen Schulen in den Niederlanden ist – in meiner Wahrnehmung – aber nicht das digitale, sondern die Organisation von Lernen insgesamt. In offenen altersübergreifenden Lerngruppen, mit individuellen Zielvereinbarungen und Lernplänen. In enger Abstimmung zwischen Lernenden, Eltern und betreuenden (!) Lehrkräften. In dieses visionäre (oder auch alte bekannte?) pädagogische Konzept integriert sind die Tablets, sie dienen einer Vision vom Lernen im 21. Jahrhundert. Sie sind nicht die Vision.
  2. Nach dem Blick über die Grenzen werden zwei Lehrer aus Deutschland vorgestellt, die zeigen wie es „richtig“ gehen könnte. Es wird in beiden Fällen deutlich: Diese Lehrer stehen nicht exemplarisch für ihre Schulen, sondern sind Ausnahmeerscheinungen. Der eine „lebt“ in einem analogen Lehrerzimmer als Exot, der andere wird mit seinen Schülern in den Keller „verbannt“. Die Arbeit von beiden ist richtig und wichtig. Der Artikel stellt aber nicht die Frage: Warum sind die beiden Ausnahmen und nicht Ansporn.
  3. Im Gefolge verliert sich der Artikel in einer Vielzahl von Beispielen und Fragestellungen. Computerspiele versus Bücher. Die Sicherheit analoger Schulbücher versus die rudimentäre Umsetzung digitaler Schulbücher. Der Ruf nach mehr Informatik. Was dabei aber völlig aus dem Blick gerät, ist die Vision davon, wie Lernen gestaltet werden könnte oder sollte. Der Blick bleibt am Detail und am Digitalen hängen. Und mit diesen Einschränkungen hebt er sich auch nicht, auf die Organisation, um die es geht: Die einzelne Schule in ihrer Gesamtheit. Die Frage ist nicht, ob digital schlau macht. Die Frage ist: Wie wollen wir Schule in einer digitalen Welt gestalten?

Kölner Doppelpack: lit.COLOGNE und Didacta

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Schnell war sie in diesem Jahr vorbei die lit.COLOGNE. Das kann aber auch damit zu tun haben, dass sich mit der Bildungsmesse didacta überschnitten hat. Die war dankenswerterweise in Köln, so das ein Besuch beider Veranstaltungen problemlos möglich war. Der Rückblick erfolgt daher auch auf beide Events gemeinsam.

Zunächst die Literatur

Mit fünf Veranstaltungen war ich diesmal dabei. Zwei Erkenntnisse:

1. Die Bedeutung der Moderation

Den Anfang machte Martin Suter in den Rheinterassen. Der Saal ist mit immer wieder zu groß und zu hallenartig für eine Lesung, aber wenn ich eben doch dem Massengeschmack folge, dann muss ich eben damit Leben, dass viele Leute neben mir sitzen. Martin Suter hatte es nicht leicht. Er musste sich mit einer Moderation herumschlagen, die wissen wollte, ob er in der edlen Küche seinem edlen Haus denn überhaupt Plastikutensilien habe. Sie wollte mit ihm diskutieren, ob „der Schweizer“ seine Identität denn nun eher aus dem Bankgeheimnis oder aus der Neutralität heraus definiere. Und sie musste vom Publikum deutlich zur Ordnung gerufen werden, als sie nachfasste („Doch doch, unser Publikum interessiert sich für den ganzen Martin Suter!“), wie es ihm denn nach dem Tod seines Sohnes ergangen sei. Obwohl der Autor klar und deutlich geäußert hatte, dass er dieses Thema für einen unterhaltsamen Abend für ungeeignet hielt.

Das geht so gar nicht.

Nach Suter kam McCarten. Hier zeigte die Moderation wie man es machen kann. Sie bot dem Autor eine Bühne und war sachkundige Stichwortgeberin. Ihre Ankündigung nach Lesung und Gespräch über Autor, Buch und Beruf natürlich auch alle wichtigen Fragen zu Leben, Hobby und Marotten zu stellen, war offensichtlich ironisch gemeint. War sie zuvor auch bei Suter gewesen?  Der Autor selbst war erstaunlich zurückhaltend und doch unterhaltsam.

Und die dritte Lesung mit Moderation: Nick Hornby. Knauzig saß der Autor auf der Bühne, kratzte immer wieder seinen kahlen Schädel und hatte Spaß. Spaß am Lesen, am Erzählen, am Wechselspiel mit dem Moderator, der seine Rolle wunderbar ausfüllte. Da saßen zwei auf der Bühne, die vor allem ein Ziel hatten: Gute Unterhaltung abzuliefern. Und das gelang! Unterstützt wurden sie dabei von Hornbys deutscher Stimme. Das wurde in aller bester Hörbuchqualität vorgelesen. Und die hört man ja in manchem Hörbuch noch nicht.

2. Autoren dürfen auch Alleine auf die Bühne

Gleich zwei Veranstaltungen kamen ganz ohne Moderation aus und es ist schön zu sehen, dass es Autoren gibt, die nicht nur Bücher sondern auch Bühnen ausfüllen. Zuerst die Kinderabteilung: KNISTER liest nicht, er erzählt, fabuliert, malt, tanzt, singt, rockt und beantwortet Fragen. Und er lässt es sich nicht anmerken, dass er ein Autor von Weltruhm ist. Vielmehr bringt er seine Freude und fast schon Verwunderung zum Ausdruck, dass er all diese schönen Bücher schreiben, Filme machen und vor allem Kinder immer wieder treffen darf. So sieht aktive Leseförderung aus!

In der Erwachsenenabteilung Wolf Haas. Eine Ein-Mann-Show mit einer ordentlichen Portion Selbstironie. Bisher habe ich noch keinen Autor erlebt, der auf der Bühne Leserpost (aus Internetforen) vorliest, die bescheinigen, dass er nur des Geldes wegen schreibt und obendrein noch schlechte Bücher. Die LitCologne-Macher hätten ihn nicht aufs Boot setzen müssen. Da wäre auch so keiner gegangen.

In zehn Jahren ist sie groß geworden die Lit. Sie gehört in den kölschen Jahreszyklus irgendwo zwischen Karneval und Spargelzeit… Ostern nicht vergessen, Herr Kardinal. Sie ist beständiger als der FC und (meist) pünktlicher als die KVB. Und bei all der Atmosphäre vergibt man ihr auch Thalia. Wer nachhören will: http://www.wdr.de/radio/home/podcasts/channelausspielung.phtml?channel=litcologne

Und nun noch die Bildungsmesse

Die größte war es wohl, mit über 100.000 Besuchern. Beeindruckend. Schwimmnudeln gab es dieses Jahr keine. Jedenfalls nicht kostenlos. Dafür Fähnchen. Weiß der Henker, was man damit macht. Aber ich habe Leute gesehen, die stolz dicke Bündel davon nach Hause schleppten. Beeindruckend. E-Learning, digitale Medien im Unterricht. Entweder waren sie kein Thema oder das ganz große Thema. Wie man das sehen will. Interaktive Whiteboards waren der Renner, wie schon im letzten Jahr. „Prima, da hab ich wieder alles im Griff und bin trotzdem modern!“, sagt der eine, der andere: „Teuer sind sie ja schon, aber so kann ich die Schüler nochmal so richtig beeindrucken.“ Das sind Anfänge, aber keine Ziel. Würde ich mal sagen.

Der Lehrstuhl war ebenfalls mit einem Stand vertreten. Der lag zwar ein wenig in der Ecke, aber gleich am Forum E-Learning, war klar und übersichtlich gestaltet und wurde – und das kann sicher nicht jeder Stand von sich behaupten – immer wieder gezielt angesteuert. So macht Standdienst Spass, wenn nicht einfach nur Gummibärchen, Fähnchen (!) und Messerabatte abgegriffen werden, sondern wenn Leute kommen und sagen: Gut, dass ich Sie gefunden haben, ich interessiere mich für Ihren Studiengang und habe da mal ein paar Fragen.

Wir lesen vor – unser eigener Podcast

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lesenEin nebliger Samstagmorgen in der Herbstferien. Nach dem Frühstück sitzen alle rum und warten auf besser Wetter. Das kommt aber nicht. Also wird Tee gekocht und jeder sitzt irgendwo und liest irgendwas. Aus Papas Zeitung fällt eine kleine Werbebroschüre für die Initiative „Wir lesen vor„. Meine Tochter hebt sie auf und fragt: „Wer liest denn da wem vor?“ Ich erkläre es ihr. Sie fragt: „Und warum dürfen da keine Kinder vorlesen? Wir lesen euch abends doch auch immer was vor.“

„Stimmt. Dann dürft ihr auch was vorlesen!“ „Und wem?“ „Allen!“ „???“

Die Idee ist schon ein paar Jahre alt und von Marco unter dem Namen Leselilli erdacht. Ich erkläre: „Wir machen einen Podcast. Ihr lest vor und wir bringen das ins Internet und dann kann das jeder hören!“ „Super, mach doch schonmal den Computer an.“ Doch so schnell geht das mit dem Computer nicht. Zuerst muss jeder überlegen,  welche Stelle aus welchem Buch er denn vorlesen will. Die will geübt werden. Die Kinder überlegen gemeinsam. Lesen sich gegenseitig vor. Wählen aus, ändern um und fragen sich gegenseitig, warum sie gerade dieses Buch ausgewählt haben. Daraus entsteht die Idee sich auch gegenseitig zu interviewen. Fragen werden notiert, verworfen, Interviews geübt und schließlich stehen die drei (Tim, der Neffe ist Besuch) vor mir: „Wir haben alles! Können wir jetzt aufnehmen.“ Das ist dann recht schnell gemacht und gemeinsam macht es Spaß die „Ähs und Öhs“ aus dem Interview zu schneiden.

„Aber im Radio ist vorher immer noch Musik.“ Achim sagt: „Klar könnt ich was aus dem Luca nehmen!“ Die CD ist zwar schon verkratzt, aber sie tut es noch. Und als alles zusammengebaut ist. Sehen die Seiten ein wenig langweilig aus. Also malt auch noch jeder ein Bild.

Wir haben den ganzen Morgen gelesen, über Bücher und das Lesen erzählt und am Ende einen kleinen Podcast fertig gehabt. Dann kam die Sonne, es war ein stürmischer Herbstnachmittag und wir haben Drachen steigen lassen.

Heute erscheint die erste Folge des Podcast. Die beiden weiteren Folgen immer freitags bis zum Vorlesetag… und das da dann die Erwachsenen vorlesen ist auch ok.

Auf nach Frankfurt

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In der aktuellen Ausgabe der -meine persönliche Meinung- einzig sehenswerten Literatursendung „Druckfrisch“ mit Denis Scheck, die noch im Fernsehen ausgestrahlt wird (ich lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren), sagt ein weiser Chinese:

Klug altern bedeutet, leidenschaftlich zu bleiben und gleichzeitig einen klaren Blik auf die Dinge zu bekommen.

Als kleine Vorbereitung auf die Buchmesse kann die Sendung auf jeden Fall dienen. Kurz zu den Beiträgen: Die Buchempfehlungen sind gut und manchmal ein wenig um die Ecke gedacht. Zwei Interviews bereiten mit einem ungewohnten Blick auf das disjährige Gastland vor.  Herr Schätzing gefällt sich aber mal wieder selbst zu gut. Und ganze 2 (oder 3???) Bücher entkommen der Tonne.

Entschleunigung

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Schnell, schnell da gibt es was neues, tolles im Internet. Wenn ihr noch schnell einsteigt, seit ihr von Anfang an dabei. Wer ab jetzt dabei ist, kann noch alles nachholen, soviel ist noch nicht passiert.

Giesbert Damaschke veröffentlicht den Briefwechsel zwischen Goethe und Schiller neu. Als Blog. In Echtzeit. Ich habe den RSS-Feed seit ein paar Monaten abonniert. Es macht nicht nur Spaß, die Briefe wieder zu lesen. Ihr Auftauchen zwischen all den täglich, wöchentlich und leider auch stündlich aktualisierten anderen Feeds ist beruhigend langsam. Ich empfehle den Feed als Metronom in den Reader einzubauen.

Aber auch dem schnellen sei Tribut gezollt: Ein Interview von Denis Scheck mit Rüdiger Safranski über die Freundschaft der beiden Briefeschreiber.

Abschied

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Zwei kleine Artikel, die ich nach als Mitarbeiter bei Schulen ans Netz e.V. geschrieben habe, erreichen mich in der vergangenen Woche. Im aktuellen Medienbrief des Medienzentrums Rheinland stelle ich das Projekt Naturwissenschaften entdecken! vor. Der zweite Beitrag erschien im Magazin „Jugend und Bildung“ und fasst (ab S. 4)  die Erfahrungen im Netbook-Projekt zusammen.

Es ist schön, wie diese beiden Artikel zwei Schwerpunkte meiner Arbeit „im Verein“ zum Schluss noch einmal hervorheben: Die gemeinsame Arbeit mit unseren Autoren an ganz konkreten Unterrichtseinheiten und die Frage, welche Infrastruktur, welche Ausstattung und welche Prozesse in der Schulentwicklung wichtig sind, damit digitale Medien ihren Nutzen für das Lernen  in der Schule entfalten können.

Damit sind die für mich zentralen Ebenen angesprochen: Die Unterrichtsentwicklung, die dem einzelnen Lehrer konkret bei seinem Unterricht hilft und die Schulentwicklung, die das gesamte System in den Blick nimmt. Wahrscheinlich ist es aber eher Zufall, dass diese beiden kleinen Texte nun den sichtbaren Abschluss einer fast achtjährigen Zeit bei Schulen ans Netz markieren. Denn erledigt sind die Aufgaben noch lange nicht.

Listen, die die Welt erklären

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Es mindestens 10 Jahre her, da veröffentlichte eine deutsche Wochenzeitung die „Listen, die die Welt erklären“.  (Gefunden habe ich sie heute noch hier.) In all diesen Listen war mein absoluter Lieblingssatz dieser:

„Ich klau mir was vom Aufschnitt, Reiner.“

Und was hat das mit der deutschen Bloggerszene 2009 zu tun? Ganz einfach: Die Süddeutsche erklärt uns mit einer Liste, warum wir nicht bloggen!
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Das Ende der Kreidezeit

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Die Kreidezeit endet vor ca. 65 Millionen Jahren. Ihr Ende markiert auch gleichzeitig das Ende der Herrschaft der Dinosaurier. Ob das plötzliche Aussterben dieser Tier durch den Einschlag eines Meteoriten ausgelöst wurde oder durch einen Klimawandel ist nicht unumstritten. Aber erst das Aussterben der Riesenechsen machte den Siegeszug der Säugetiere, die bis dahin ein Schattendasein als kleine Nesträuber geführt hatten, und damit auch die Entwicklung des Menschen möglich

Wie ich darauf komme? Bei meiner privaten, sonntäglichen Zeitungslektüre fiel mir auf, dass das Bild vom Ende der Kreidezeit immer häufiger im Bezug auf die Schule verwendet wird. (z.B. hier, hier, hier, hier, hier  und hier.) Und derartige Massenphänomene machen mich ja stutzig. (mehr …)

Wenn es doch so simpel wäre

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Auf den Stunden, die ich tätglich auf der Autobahn verbinge, höre ich zur Zeit noch die Lesungen, die WDR5 auf der LitCologne mitgeschnitten hat. Dass es da eine Lesung mit Werken von Jaroslav Hašek gab, hatte ich „aus dem Augenwinkel gesehen. Dass das Buch, aus dem gelesen wurde, von Viktor Böll zusammengestellt wurde, wusste ich nicht. Und so traf mich die Nachricht am Beginn der Lesung völlig unvorbereitet auf der A59 kurz vor Spich.

Viktor Böll ist tot. Und das schon seit dem 31.1.

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