Workshop „Lerninfrastruktur in Schulen“

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Mein erster Workshop auf einer Konferenz liegt hinter mir. Puh! Konkret: der erste Workshop den ich organisiert habe und auf dem ich auch einen Beitrag geleistet habe. Aufregend war da schon. Auch weil es neu war. Fachtagungen, Workshops bei SaN da wusste ich ja irgendwann, wie das geht, aber eine wissenschaftlichen Konferenz, das war dann doch ein neues Format.

Gefreut hat mich, dass auch ganz am Ende der dreitägigen Konferenz Interaktive Kulturen, als viele der wohl über 500 Teilnehmer schon auf dem Heimweg waren, das Duisburg Learning Lab noch gut gefüllt war.

Die Konferenz insgesamt war spannend und ich habe einige sehr anregende Beiträge gehört. Es scheint aber in der Natur der Sache zu liegen, dass auch Sessions die einen Obertitel haben Beiträge bieten, die sehr unterschiedliche Themen adressieren. Ich glaube uns (dem Organisationskommitee an dem auch noch Herr Breiter, Herr Kerres, Frau Schulz-Zander und Herr Welling beteiligt waren) ist es gelungen, fünf Beiträge zusammenzubringen, die das Thema „Lerninfrastruktur an Schulen“ nicht nur aus unterschiedlichen Perspektiven darstellten und unterschiedliche Akzente setzten, sondern insgesamt, die Thematik umfassend darstellten. In der Diskussion der Einzelbeiträge und der abschließenden Diskussion wurde dann auch sehr deutlich, wie wichtig es ist, bei der nachhaltigen Integrationen digitaler Medien in den Alltag von Schulen, eine systemische Perspektive einzunehmen, die nicht nur die einzelne Schule wahrnimmt, sondern auch ihre Eingebundenheit in ein Gesamtsystem, das sich von der Ebene der Einzelschule über den kommunalen Schulträger, die bildungspolitischen Institutionen auf Landesebene bis hin zu Bund und internationalen Organisationen erstreckt.

Die drei zentralen Beiträge kamen von Alfons Musolf und Claus Bauer, die sehr praxisorientiert aus Schulen berichteten, die Medienarbeit aktiv gestalten und dabei sehr unterschiedliche Entwicklungsstände erreicht haben und Wolfgang Vaupel, der die konkreten Unterstützungsangebote und Strategien der Medienberatung NRW darstellte. Herr Welling und ich haben mit unseren Beiträgen am Anfang und Ende versucht den Rahmen zu schaffen und den Blick von der Einzelschule auf das Gesamtsystem zu lenken.

Besonders danken möchte ich Frau Schulz-Zander. Nicht nur für die sehr nette Moderation des Nachmittags, sondern auch für den gelassenen Rückblick am Ende: Viele der Fragen seien ähnlich bereits vor 40 Jahren diskutiert worden als Technik erstmal den Weg in die Schule antragt. Das muss nicht entmutigen, denn es heißt nicht, dass es keine Lösungen gab und gibt, sondern das es für Schulen immer wieder eine Herausforderung ist, sich auf veränderte Bedingungen einzustellen, dass es aber nichtsdestotrotz wichtig ist, an der Entwicklung der Schulen weiterzudenken und Schulen zu unterstützen, eine möglichst gut Schule für ihre Zeit zu sein.

Aber das mache ich heute nicht mehr. Der RE1 von Duisburg nach Köln, der diese Strecke normalerweise in 45 Minuten zurücklegt, ist heute aufgrund eines Problems mit einem ICE vor uns nach nunmehr mehr als 3 Stunden in Düsseldorf angekommen… Wenn das hier online geht, bin ich immerhin wieder in Köln.

Ein Gedanke zu „Workshop „Lerninfrastruktur in Schulen“

  1. Oh man, drei Stunden von Duisburg nach Köln! Ich hoffe, diese Tragödie bleibt mir erspart, wenn ich gleich fahre. Ich würde schätzen, im Verhältnis Zeit pro Strecke liegst Du damit für dieses Jahr auf Platz eins. Grüße, Tobias.

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