Schulwelt

Kartenständer

Veröffentlicht

Gespräch mit meiner Tochter (5.Klasse):

„Und Papa, dann kommt der Herr X (Lehrer) immer in die Klasse und hängt erstmal sein Jackett an den Kartenständer.“

Kartenständer. Sofort habe ich das Bild von großen Landkarten mit Flecken und Löchern wieder vor mir, die unentzifferbar in weiter Ferne, vorne neben dem Lehrer hingen, auch der modrige Geruch des Kartenraumes ist wieder da – ein Raum voller Wissen auf Rollen und irgendwie unheimlich.

„Was macht ihr denn sonst mit dem Kartenständer?“

„Nix! Herr X hängt halt immer sein Jackett dran.“

„Und woher weißt du dann, dass das ein Kartenständer und keine Garderobe ist?“

„Weil wir in der Grundschule auch schon einen Kartenständer hatten!“

„Echt? Und was habt ihr damit gemacht?“

„Da haben wir immer den Bühnenhintergrund beim Theaterspielen dran aufgehängt.“

„Aha!“

„Du Papa, warum heißt der dann eigentlich Kartenständer?“

2 Gedanken zu „Kartenständer

  1. Hier die „wirkliche und einzig wahre“ Definition 🙂

    „Der Kartenständer wird benötigt, um nicht benutzte Speicherkarten temporär abzulegen. Er verhindert, dass evtl. frei liegende Kontakte berührt werden und schafft Ordnung auf Schreibtisch und in Büros. Leider werden Kartenständer oftmals unsachgemäss verwendet, gerade von Lehrern hört man, dass diese Kartenständer oftmals nicht sachgerecht nutzen. Das Schulministerium in Düsseldorf plant deswegen eine landesweite Initiative zur Fortbildung von Lehrkräften aller Schulformen.“

Kommentar verfassen