Monats-Archive: August 2009

Du sollst dich für dein Kind interessieren! – Ein Wutausbruch

“Wir” machen uns Gedanken um individuelle Förderung. “Wir” machen uns Gedanken um besseren Unterricht. “Wir” machen uns Gedanken um Medien gestütztes Lernen, auch um Lernschwächere zu unterstützen.

In keinem Land ist entscheidet die soziale Herkunft so sehr über den schulischen Erfolg von Kindern.

Und dann das: Ein Elternabend in der “flexibeln Schuleingangsstufe” einer Grundschule im Kölner Osten. Der erste im neuen Schuljahr, der erste überhaupt für die Eltern der 14 Schulanfänger in der Klasse. Anwesend sind die Eltern von 5 dieser Kinder. Das ist wenig mehr als ein Drittel. Der Rest bringt nach einer Woche Schulzeit nicht genügend Interesse für die Schullaufbahn seiner Kinder auf, um die Klassenlehrerin und die anderen Eltern kennen zu lernen und sich über den Unterricht und das Lernen seiner Kinder zu informieren.

Die Bibel fordert: Du sollst Vater und Mutter ehren!

Wie wäre es mit der Ergänzung: Du sollst dich für dein Kind und seine Bildung interessieren!

Ist das zu viel verlangt?

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Abschied

Zwei kleine Artikel, die ich nach als Mitarbeiter bei Schulen ans Netz e.V. geschrieben habe, erreichen mich in der vergangenen Woche. Im aktuellen Medienbrief des Medienzentrums Rheinland stelle ich das Projekt Naturwissenschaften entdecken! vor. Der zweite Beitrag erschien im Magazin “Jugend und Bildung” und fasst (ab S. 4)  die Erfahrungen im Netbook-Projekt zusammen.

Es ist schön, wie diese beiden Artikel zwei Schwerpunkte meiner Arbeit “im Verein” zum Schluss noch einmal hervorheben: Die gemeinsame Arbeit mit unseren Autoren an ganz konkreten Unterrichtseinheiten und die Frage, welche Infrastruktur, welche Ausstattung und welche Prozesse in der Schulentwicklung wichtig sind, damit digitale Medien ihren Nutzen für das Lernen  in der Schule entfalten können.

Damit sind die für mich zentralen Ebenen angesprochen: Die Unterrichtsentwicklung, die dem einzelnen Lehrer konkret bei seinem Unterricht hilft und die Schulentwicklung, die das gesamte System in den Blick nimmt. Wahrscheinlich ist es aber eher Zufall, dass diese beiden kleinen Texte nun den sichtbaren Abschluss einer fast achtjährigen Zeit bei Schulen ans Netz markieren. Denn erledigt sind die Aufgaben noch lange nicht.

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Geh nicht wählen – es sei denn, du hast Freunde

Detlev Buck hat  ein viel diskutiertes Remake des US-Wahl-Klassikers “Don’t vote!” produziert. Das Konzept funktioniert aber nicht. Und das hat mehrere Gründe. Für Köln aber gibt es einen Silberstreif am Horizont. Doch der Reihe nach.

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