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Eine Hand auf einem Stück Papier

Über die Vorträge auf der PLE-Tagung in der Schweiz ist schon ausgiebig geschrieben worden. Aber irgendetwas hat mich am Vortrag von Herrn Honegger fasziniert, ohne das ich hätte sagen könne, was es war.

Am Samstag war ich dann auf einem Kongreß auf dem Manfred Spitzer klug sprach. Auch da war etwas, das ich zunächst nicht benennen konnte.

Jetzt hab ich’s!

Heute abend war meine Frau auf einem Vortrag. Der Vortrag war gut bis so lala sagt sie. Was sie aber wirklich gestört hat: Die Vortragende hatte eine Powerpoint-Datei mit hunderten von Folien, die für einen mehrstündigen Vortrag gereicht hätten, da ihr aber „nur“ 45 Minuten zur Verfügung standen, übersprang sie immer wieder Dutzende Folien, d.h. sie klickten schnell darüber hinweg.

Herr Honegger und Herr Spitzer benutzten einen Visualizer. Herr Honegger sehr eindruckvoll mit einem iPhone. Herr Spitzer mit Folien. Und in beiden Fällen sieht man immer wieder sehr deutlich die Hände. Die Person wird sichtbar. Und das ist eindrucksvoll. Sehr.

Der OHP konnte das nicht. Nur Schemen einer Hand waren allenfalls zu sehen. Der Beamer kann es auch nicht. Manche Youtube-Filmchen nutzen den Effekt. Und eigentlich geht es um eine ganz einfache Erkenntnis, die alle schon längst hatten, die aber auch immer wieder missachtet wird: Es geht darum, dass Menschen sich einander zuwenden … auch wenn ein Computer oder eine andere Maschine dazwischen steht.

Beim Vortrag heute abend ging es um den Umgang mit Computerspielen in der Familie. Der Vortrag war schon lange geplant und ist keine ad hoc-Reaktion. Wahrscheinlich waren -wieder- die falschen Eltern da. Und trotz der vielen gezeigten und der nochmehr übersprungenen Seiten in der PowerPoint war die Kernbotschaft sehr einfach: Setzen Sie sich zu ihrem Kind an den Computer. Spielen Sie mit.

3 Gedanken zu „Eine Hand auf einem Stück Papier

  1. I need a new phone, and the Iphone Nano (I have seen it in real life, my friend has it) seems tempting, but it is too cheap. Is it a rip off or not? Please if you don’t know the answer, don’t make up stuff just to get points.

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    unlock iphone 3gs

  2. Hoffen wir, dass sie das auch mal mit Zustimmung und Unterstützung tun. 😉

    Aber es war mehr als nur „zwischen“ Folie und Zuhörer sein. Denn Folien sollten ja ohnehin immer „hinter“ dem Redner stehen – um im Bilde zu bleiben.

  3. Hallo Richard, ja das ist eine wichtige Erkenntnis. Sich „zwischen“ die Folien und den Zuhörer zu bringen. Ich bin sicher kein guter Redner, aber immer dann, wenn es mir gelingt, leidenschaftlich mit viel Handgefuchtel zwischen der Folie und dem Zuhörer zu vermitteln, hin und her zu laufen, so als ob ich die Buchstaben von der Folie zu den Lippen der Zuhörer tragen müsste, dann habe ich das Gefühl, dass sich etwas mehr als mein Körper im Raum bewegt. Wahrscheinlich ist es gar nicht mal diese „Lauftechnik“ die entscheidet, sondern einfach die Tasache, dass man sich für irgendetwas übermäßig stark einsetzt … Menschen reagieren darauf …mit Mitleid, Verwunderung oder Anteilnahme …aber sie reagieren!

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