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Print wirkt … Sinn stiftend

Ludger Wössmann, Bildungsökonom aus München, macht sich in einer Kolumne Gedanken, wie die Milliarden, die das Konjunkturpaket II in unsere Bildungsinstitutionen spült, eingesetzt werden, und ob das so sinnvoll ist.

René Scheppler berichtet in seinem Blog über Erfahrungen, die Nils van den Boom am Bonner Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium mit Netbooks gemacht hat und verweist dabei auch auf einen Artikel im Handelsblatt, in dem über diesen Versuch berichtet wird.

Und was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Ganz einfach: Was René wahrscheinlich nicht wusste und was mit erst auffiel, als ich den Handelsblatt-Artikel nicht nur online lesen, sondern auch in der gedruckten Ausgabe der Zeitung vor mir liegen hatte: Die Kolumne des Bildungsökonoms steht gleich vor dem Artikel zum Bonner Schulversuch. Und in dieser Kombination kann man die Kolumne auch als Hinleitung oder Einführung lesen, wenn Herr Wößmann am Ende schreibt:

Ausgaben für Bildungsinfrastruktur mögen zwar kurzfristig d Baubranche helfen, nicht aber unbedingt den langfristig wichtigen Qualifikationen der Lernenden. Wir müssen viel mehr danach fragen, wo die Milliarden wirklich etwas für die Qualität der Bildung bringen.

Sicherlich ist es fraglich, ob Herr Wößmann, diese Lesart unterstützen würden. Aber erfreulicher Weise hat ja auch der Leser das Recht, interpretierend Sinn zu geben. Ob ein Redakteur die beiden Artikel bewusst so nebeneinander gestellt hat, ich weiß es nicht. Zu danken ist es ihm. 😉

Und wir sehen: Print wirkt!

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