Was die Spatzen von den Dächer

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Wäre meine erste Tochter ein Sohn, würde er Finn heißen. Uns gefiel der Name seinerzeit ausnehmend gut und er war selten. Meine Tochter ist ein Mädchen und heißt deshalb nicht Finn. Der Name ist heute nicht mehr selten. Glück gehabt.

Zuerst habe ich Twitter wahrgenommen, wie so vieles.

Dann habe ich erstaunt wahrgenommen, dass mehr und mehr Leute twittern… und mich gewundert.

Schließlich habe ich festgestellt, dass immer häufiger von Twitter auf meinen Blog verwiesen wird… und mich noch mehr gewundert.

Das war der Augenblick, da ich mich gefragt habe, ob ich mal drüber schreiben soll. Es erschien mir aber immer noch zu nebensächlich. Just in dem Augenblick tauchten in verschiedenen Blog Artikel zu Twitter auf … und ich war nur noch verwundert, über die Ernsthaftigkeit mit der da diskutiert wurde. Als wohltuenden Schlusspunkt der Reihe von Artikeln habe ich dann den Beitrag von Michael Kerres empfunden, der meiner Meinung nach einiges vom Kopf wieder auf die Füße gestellt hat.

Damit hatte ich dann auch für mich beschlossen, dem Thema keine Zeile zu widmen. Zu viel der Ehre für ein nettes Spielzeug.

Doch dann las ich, gestern spät abends noch den Artikel von Gabi Reinmann und da besonders einen Kommentar von Hokey. Und wenn ich den lese und mir dann die Diskussion um Twitter anschaue, werde ich nachdenklich. Und diese ganz persönliche Nachdenklichkeit will ich hier zu Protokoll geben.

Wenn wir tatsächlich mit dem Anspruch auftreten, mit mediendidaktischen Überlegungen Lernen und Unterrichten besser zu machen, dann müssen wir doch auch überlegen, wie wir diejenigen mitnehmen können, die nicht jedes neue Tool direkt ausprobieren und darin die Möglichkeit sehen, Unterricht neu zu erfinden, die aber durchaus bemüht sind mit technischen Entwicklungen Schritt zu halten, dabei aber vor allem die fachlichen Ziele Ihres Unterrichts vor Augen haben.

Kann es nicht sein, dass Twitter in der einen oder anderen Situation in einem Lernszenarium einmal ein Rolle spielen kann. Und das man das auch so benennen kann: Eine kleine Nettigkeit mit der ich etwas auflockern oder veranschaulichen kann. Aber dann ist es nicht viel mehr als die „Moderationswolke groß“ im Koffer mit meinen Metaplankarten.

Jetzt habe ich doch über Twitter geschrieben. Nein, habe ich nicht. Ich wollte Hokey nur sagen:

Der Weg lohnt, vor allem wenn man das Ziel im Blick behält.

Ein Gedanke zu „Was die Spatzen von den Dächer

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