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Kurz vor Weihnachten kaufte ich meiner erste Fernsehzeitschrift 2008. Ich studierte sie eingehend und machte an einige Filme Kreuzchen. Ebenso taten Frau und Kinder. Hernach richtet ich die DVB-T-Antenne meines Notebooks aus und gab zahlreiche Aufnahmezeiten ein. Über die Weihnachtstage häufte der Rechner dann viele GB Film-Dateien auf meiner Festplatte an.

Nun bei der Durchsicht fragte ich mich: Welche davon will ich wirklich sehen? Und für welche werde ich mir irgendwann die Zeit nehmen? Nachdem wir diese Frage auch im Familienrat diskutiert haben, landeten alle Dateien im digitalen Papierkorb, der umgehend geleert wurde. Lediglich die „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ blieben übrig. Ich finde, die sollten meine Kinder mal gesehen haben, weil ich die früher jedes Jahr zu Weihnachten sah. Sie zeigen aber bisher wenig Interesse.

Was mir aber bei dem ganzen Prozess auffiel: Wenn ich fernsehe, dann tue ich das mittlerweile fast ausschließlich im Internet. Mediatheken von ZDF und ARD halten fast alles, was ich da brauche online vorrätig, meine liebste Literatursendung kommt sogar bequem per RSS-Feed ins Haus und Elke Heidernreich, deren Büchergeschmack ich meist nicht teile, zeigt, dass es auch ganz ohne Sender geht.

Was da so alles online zu haben ist, dass lässt sich auch wunderbar zum Lernen nutzen. Wenn, ja, wenn es denn online bleiben darf. Bin gespannt wie die Diskussion ausgeht. Ein deutscher Schildbürgerstreich ist sie allemal, weil sie einfach verkennt, dass sich Medien wandeln.  – Und das sollte man mal in Stein meißeln.

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