AdventNetzwelt

… und alle Türchen offen

Veröffentlicht

In den Wochen vor Weihnachten habe ich mich hier ja im Wesentlichen auf das Befüllen des Adventskalenders beschränkt. Um mir da nicht selbst Konkurrenz zu machen, kommen die Hinweise auf die beiden Adventskalender, die ich gerne gehört und gesehen habe.

Der erste war im Ergebnis dann doch eine Enttäuschen, weil es ein öffentlich rechtlicher Sender dann doch in der Tat nicht hinbekommen hat, alle Türchen bis zum Heiligen Abend zu befüllen. Erst heute war der 24. da, der 23. fehlt immer noch. Dennoch der Link zur letzten Folge – auch wenn die nicht wirklich sendefähig ist, wie die Macher selbst feststellen. 😉

Viel spannender dagegen der Kalender von e-teaching.org. Die hatten, wie wir die Idee mit dem Kalender eine Serie anzufangen, die sich dann über das Jahr 2009 hinweg fortsetzen kann, so sollen da dann „100 Meinungen zu E-Learning“ zusammenkommen.

Alleine die ersten 23. Statements bilden schon sehr interessantes Spektrum ab (24. ist eine nette Sammlung von Outtakes) , das die ganze Problematik um jegliche E-Learning-Debatte sichtbar macht. Wenn ich das richtig sehe, dann kann ich die Statements in fünf Gruppen ordnen:

Kein E-Learning
Sehr löblich, das auch Studierende zu Wort kommen, die gleichgültig bis enttäuscht feststellen, dass E-Learning in Ihrem Studium keine Rolle spielt.

Dabei sein
Einige Sprecher freuen sich, einfach in ein der einen oder anderen Rolle in ein e-learning-Projekt involviert zu sein und damit Teil einer neuer Bewegung zu sein.

Heilsbringer
Eigentlich, so finden wieder andere, ist das Lernen mit Computer und Internet erst jetzt mit den Neuerung des Sprachlabors Web 2.0 möglich.

Lern-Entwickler
Einen Schritt weiter gehen einige, die mit einem gewissen Abstand feststellen: Es geht doch dar nicht so sehr um das „e“, sondern um das Learning, das es mit neuen Technologien zu entwickeln gilt.

Dilemma
Da aber alle die bisher zu Wort kommen aus dem Bereich E-Learning kommen und es ja auch darum geht eben zu diesem Thema sein Statement abzugeben, dreht sich dann doch wieder alles um das „e“. Weshalb „wir“ dann auch immer wieder in die Technik-Ecke gestellt werden. Also: Eigentlich wollen wir Unterricht besser machen, das Lernen erleichtern, auf ein Leben und Arbeiten in einer Wissensgesellschaft vorbereiten. Wir sind dabei der Meinung, dass das mit „e“ an vielen Stellen besser geht… und reden im Ergebnis zu viel über das „e“, weshalb auch vor allem das „e“ wahrgenommen wird und nicht der übergeordnete Anspruch.

In wenigen der Statements wird dankenswerterweise auch die Frage gestellt, wie wir aus dem Dilemma heraus kommen. Eine Antwort habe ich auch nicht. Gleichwohl ist es ein Frage, die mich in diesem Jahr immer wieder beschäftigt hat.

Ich bin jedenfalls auf die nächsten 76 Statesments neugierg.

Kommentar verfassen