LebenVor Ort

Der Knacks

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Roger Willemsen hat ein neues Buch geschrieben. Kurz nachdem ich darüber gestolpert bin stolperte ich über den Autoren selbst. Beides geschah in Frankfurt auf der Buchmesse. Wenig später geschah noch etwas.Im Buch geht es um Folgendes, wenn man dem Klappentext glaubt:

Der Knacks“, das ist der Moment, in dem das Leben die Richtung wechselt und nichts mehr ist wie zuvor. Aber mehr noch als die großen Brüche interessieren Willemsen die fast unmerklichen, namenlosen Veränderungen: die feinen Haarrisse in einer Beziehung, das Altern von Menschen, Städten, Kunstwerken, die Enttäuschung, der Verlust, die Niederlage – die unaufhaltsame Arbeit der Zeit.
Ein großer literarischer Essay über die Zeit und das, was sie mit uns macht: Mal autobiographisch erzählend, mal beobachtend und reflektierend schreibt Roger Willemsen sein vielleicht persönlichstes Buch.

Ich fand, das hört sich verlockend an. In dem Gespräch, das dann mit dem Autor stattfand, hörte sich das Ganze plötzlich deprimierend an, so als ginge es lediglich um den „lang way down“. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Haltung vom Autor kommt oder dem Gespräch von einer Moderatorin über gestülpt wurde, die panische Angst zu haben schien, das sich etwas verändern könne und sich hier oder da ein Riss auftun könnte.

Ich freue mich ja eigentlich immer eher über die Knacks(e)??, denn alles was so glatt poliert gradlinig daherkommt macht mich skeptisch.

Wie dem auch sei, ich werde das Buch selbst lesen müssen, um mir ein Urteil zu bilden.

Kurz darauf durfte ich selbst eine kleine Diskussion moderieren. Dabei ein Mensch, der definitiv in die Kategorie digita native gehört und auch diesem Grund in der Runde saß. Er war aber keiner, obwohl alle Kritierien passten. Und er war mindestens 10 Jahre jünger als ich. Da machte es knacks.

Ein Gedanke zu „Der Knacks

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