Advent

17. Türchen – Hexenschuß

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Den Weg vom Dampfzug zum Straßenbahn habe ich mit einem Trolly überbrückt. Den Weg von der Straßenbahn zum Haus habe ich unterschätzt. Petra hatte die Kinder an der Hand, ich den Baum auf der Schulter. An der letzten Wegbiegung machte es „Knack“, aber das war leider mein Rücken, nicht der Baum. Den Tag heute habe ich auf dem Sofa verbracht. Mit regelmäßig ausgetauschten Wärmeflaschen, wechselweise einem anderen Kind dabei, dem ich Bücher vorlas und immer wieder liebevoll von Petra veräppelt. Nachmittags gabs Kekse und Tee und Petra und die Kinder haben dem Baum geschmückt. Zwischendurch haben Petra und ich beschlossen, uns nichts zu Weihnachten zu schenken. Demonstrativ. Wenn schon keine Feierlichkeit, dann auch keine Geschenke. Außer ein paar Kleinigkeiten, damit wir am heiligen Abend, wenn wir mit den Kinder Bescherung machen, auch was zum Auspacken haben. Petra schlug Handgranaten und Molotowcocktails vor. Handgranaten sehen sehr hübsch aus und man könnte sie als Christbaumschmuck tarnen. Molotowcocktails könnte man selber basteln. Damit wäre dem Anspruch auch genüge getan. Und in die Luft flögen dann Tante Gerda und Onkel Robert. Das Lachen tat sehr im Rücken weh.

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