Advent

16. Türchen – Weihnachtsbaumkauf

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Die Idee konnte nur schwachsinnig sein. Terffpunkt morgens um 9 Uhr am Bahnhof. Anwesend sind nur Familien mit Kindern. Alle Kinder wollen einen Fensterplatz. Der Zug fährt mit einer halbstündigen Verspätung ab. Zu sehen ist nichts, weil die Rauchwolken der Dampflok die Aussicht versperren.
Am Zielort werden alle Väter mit einer Säge ausgestattet. Warum keiner eine Axt bekommt, erklärt sich, als alle Familien in ein Gehege gesperrt werden und sich nun jeder einen Baum aussuchen darf. Das Problem: Väter, Mütter und Kinder müssen sich auf einen Familienbaum einigen, der weder zu groß noch zu klein ist. Petra und ich sind uns schnell einige. Auch darin, die Entscheidung nicht mir den Kindern zu diskutieren, sondern sie mit dem Verweis auf das nahegelegene Karussell aus dem Pferch zu locken. Mit zwei, drei Ellenbogenhieben erreichen und verteidigen wir den Baum unserer Wahl. Setzen die Säge an und machen uns auf den Weg zu Karussell und Glühwein. Heute fährt uns ja die Dampflok heim.

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