Advent

15. Türchen – Weihnachtsessen I

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Anruf von Onkel Robert: Ich muss nicht zum Abziehen der Hasen erscheinen. Die Treibjagd wurde vorzeitig abgebrochen, weil ein betrunkener Jäger und Chefarzt des Krankenhauses in der benachbarten Kreisstadt einem Treiber eine Ladung Schrot in die linke Wade gejagt hat, so dass nicht genügend Hasen erlegt werden konnten und Onkel Robert leer ausging.

Es stellt sich nun aber die Frage und sie wird in unzähligen Telefonaten diskutiert: Was soll nun am 1. Weihnachtstag auf den Tisch. Zur Auswahl stehen: Karpfen, Gans, Ente oder Fondue. Eine Einigung wäre schnell gefunden, wenn die Geflügelfraktion sich auf Gans oder Ente einigen könnte, aber da ist dann die jüdäische Volksfront verhaster als der römische Besatzer. Es herrscht also heillose Uneinigkeit. Ich sehne mich nach Pommes mit Würstchen für die Kinder und anschließend zwei schönen Forellen für Petra und mich und halte mich in der Diskussion, die vor allem von den beteiligten Frauen erbittert geführt wird, zurück. Über Kurz oder Lang wird Tante Gerda ihr Veto einlegen und die Diskussion für sich und uns entscheiden: Karpfen.

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