Advent

9. Türchen – Plätzchen backen

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Ein Tag ohne viele Leute. Keine Besuche, keine Mails, keine Diskussionen – kein anderer Wein. Draußen ist alles mit dickem Raureif überzogen. Darüber ein strahlenblauer Himmel. Das richtige Wetter, um Plätzchen zu backen, rauszulaufen und sich hinterher bei Glühwein und Keksen wieder aufzuwärmen.

Ein Blick in den Vorratsschrank zeigt, dass alles reichlich vorhanden ist. Lediglich weitere Eier müssen kurzfristig an der Tankstelle gekauft werden und dann darf sich jeder an sein Lieblingsrezept machen. Die Küche verwandelt sich über Stunden in ein Schlachtfeld aus Eischnee, Zuckerguß und Schokostreusel, irgendwo steht immer dampfender Tee und wenigsten die Hälfte der Kekse schafft es vor dem Vernascht werden kaum abzukühlen. Am Ende stehen da drei wohlgefüllte Dosen und zwei Kinder, die wir eigentlich auch gleich backen könnten, soviel Teig klebt dran.

Es ist immer noch kalt und nach einer Stunde in klirrender Kälte schmecken die Kekse noch besser. Paulas Vorschlag, jetzt auch noch Weihnachtslieder zu singen, lehnen alle anderen ab. Stattdessen spielen wir drei Runden Memory, bei denen Petra und ich mittlerweile verbissen um den dritten Platz kämpfen müssen.

Am Abend in meinem Arm fragt Petra, ob so nicht auch Weihnachten sein könnte.

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