Literaturcafe

So, jetzt erkläre ich mal Literaturcafe.de zu meinem Lieblingspdcast. Was die Jungs da in einer Woche auf der Buchmesse geleistet haben, dass ist schon irre. Was mir besonders gefällt?

Die Interviews sind extrem vielfältig und bilden große Teile des Messespektrums ab. Und die, die nicht vorkommen, vermisse ich auch nicht. Besonders gefällt mir aber die Art der Interviews. Wolfgang Tischer hat die Bücher über die er spricht – und sind eine Menge – auch gelesen. Damit prallt er nicht, sondern es ist für ihn eine Sebstverständlichkeit, gehört für ihn zum respektvollen Umgang mit seinen Interviewpartnern. Denen gibt er in der kurzen Zeit, die Sie haben, die Gelegenheit sich darzustellen. Er schafft einen Raum, in dem sie sich zu schau stellen könne, keine Bühne, kein Podium, kein Rampenlicht. Vielmehr hört man in den Interviews, wie Herr Tischer und seine Gesprächspartner auf einem Messestand in einer Nische sitzen und reden. Und das mach ungemein den Scharm dieser Gespräche aus: Sie haben eine intime Privatheit und denoch eine Öffentlichkeit.

Ein solches Interview ist schon eine Leistung. Aber es sind soviele, dass ich bisher noch nicht alle habe hören können.

Soll ich jetzt auf einzelne Interviews eingehen? Erzählen welchen Eindruck die Interviewten, die ich ja zum Teil nicht, zum Teil nur aus ihren Büchern kenne. Lieber nicht. Aber es fallen schon unterschiedliche Typen auf. Diejenigen, die sich als Literaten darstellen, die “von Figuren vereinnahmt werden”, die sich “dem Thema in einem alngen und schwierigen Prozeß” nähern. Das mag ich nicht, das ist mir zu affektiert.

Oder die anderen, die Erzähler, die nicht nur in ihren Büchern gute Geschichten erzählen, sondern auch gute darüber erzähen.

Frank Goosen zum Beispiel, der so erzählt, dass man im glaubt, dass er über SEINE Doko-Freunde schreibt. Nein, nicht über sie schreibt, sondern  sie als Vorlagen nimmt, um sich auf den Weg zum machen, seine Fragen zu beantworten. Das machte er sehr schön deutlich: Er erzählt um zu verstehen. Und zwar so, wie einer, der Anfang Vierzig ist und wissen will, was da gerade so alles pasiert, wenn man jeseits der Vierizg ist. Was ich auch nicht wusste: Es gibt bei iTunes den Soundtgrack zum Buch. Auch eine schöne Idee.

Kommentare zu  weiteren guten Interview folgen.

Was ich nicht verstehe: Warum hat der Literaturcafe-Podcast so wenige Kommentare? Hat das mit dem Medienbruch zu tun?

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