Vor Ort

Buchmesse – die Zweite

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Schön wenn Sachen klappen. Andrea Lummert hat mich auf der Buchmesse erreicht und so konnte ich noch beim Schulen-ans-Netz-Podcast zur Buchmesse mitmachen. Zu hören ist das auch auch:

Hier als mp3: http://www.schulen-ans-netz.de/meldungen/dokus/buecherraetsel_richard_final.mp3
Und hier als Podcast mit den anderen Folgen: http://cms4.schulen-ans-netz.de/meldungen/aktuelles/images/podcasts.jpg

Nicht ganz richtig ist, dass ich unbedingt ein Buch mit einem Karpfen lesen wollte. Es ging um einen anderen Fisch.  Der kommt aber im Buchanfang noch garnicht vor. Obwohl es da auch schon sehr kulinarisch ist. Hammelschulter zu Birnen und Bohnen. Das passt im Buch, wie jetzt in den Herbst. Und dann hatte mein Lieblingsbuch noch was Erotisches, fast derb.erotisches. Fast nahtlos ist der Übergang vom Tisch zum Bett und dann gibt es Nachwuchs und eine Geschichte durch viele Zeiten, dabei geht es immer wieder auf das Zusammentreffen von Frau und Mann. Aber wir durften den Text leider nicht lesen. Schade! Denn ich finde gerade dieser Autor schafft es immer wieder so gute erste Sätze zu schreiben, dass man sie gleich wieder erkennt.

Na, vielleicht erkennt ja einer das Buch und den Autor auch so!

Eine andere nette Begebenheit: Am Ende des zweiten Bildungskongresses, den wir mit der Buchmesse machen durften, stand ein Gespräch mit Ilja Trojanow. Der erzählte die Geschichte des  Physikers, der in einem Vortrag vom nahenden Ende des Universums berichtet, dass in ca. 2 Milliarden Jahren in ein schwarzes Loch fallen wird. Eine ältere Dame spricht ihn nach dem Vortrag an und fragt: 2 Millionen oder 2 Milliarden Jahre. Der Wissenschaftler stellt klar: Es sind noch 2 Milliarden Jahre. Erleichter geht die Dame heim.

Eben diese Geschichte erzählte Günther Hasinger in seinem Vortrag über das Universum am Montag. Allerdings sprach er von 4 Milliarden Menschen. Warum begegnet mir diese Anekdoten, die vor Jahren passiert ist einmal in zwei Wochen? Bei Hasinger war sie aus dem Vortrag heraus motiviert. Bei Trojanov ging es gerade um ein Fest in Indien zu dem alle 12 Jahre 50-60 Millionen Menschen kommen. Er, Trojanov, stand dabei auf einem Hügel und sah viele Menschen im Ganges baden. Zwei Journalisten nebenihm versuchten die Zahl der Badenden zu schätzen. 10 Millionen schätze der eine, nein, 20 Millionen vermutet der andere. DieseBegebenkeit war – warum – Anlass für die Geschichte aus dem Universium.

Das Gespräch mit Trojanov war das Ende des Kongresses, der eine Reihe spannender Vorträge und Workshop bot. Am Ende des Tages saßen wir in Sachsenhausen beim Bier und hatten schon viele Ideen für das kommende Jahr. Damit war dann die Buchmesse auch für mich zu Ende.

Einen kleinen Nachschlag gibt es in den kommenden Tagen, wenn der Buchmessepodcast von Literaturcafe über mein Radio 103,1 geht.

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