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Google docs

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Michael Kerres und Alexander Florian schreiben in den letzten Tagen über Google docs. Der eine über die Möglichkeiten, die das Tool jetzt schon bietet und die Perspektiven, die sich auftun. Der andere über die Rechte, die Google sich nimmt.

Was, wenn Herr Kerres einen Artikel mit Google docs bearbeitet und ihn dann noch vor der Veröffentlichung von Google an die Öffentlichkeit gezerrt findet? Bleibt dann die Begeisterung?

Oder darf ich die AGBs abtun und mal davon ausgehen, dass meine Texte nicht die sind, die Google brauchen kann, um für seine Tools zu werben. Wahrscheinlich ist das nicht ganz unbegründet… nicht ganz.

Und wer berät Google sich diese umfassende Rechte geben zu lassen? Was nützt das letztendlich. Mir macht es wenig, neben meinen Mails in GoogleMail passende Werbung zu finden. Passend ist da ja oft sehr relativ… Ich würde wagen einen Preis auszusetzen, falls es jemandem gelingt, auch nur auf den Inhalt einer Mail zu schließen, neben der in den letzten fünf Minuten Werbung für folgende Seiten eingeblendet wurde:

Kontextsensitiv ist anders… definitiv… Also macht mir die Werbung am Rande Spaß. Aber mich persönlich stört sie wenig und hilfreich ist sie fraglos nicht.

Aber warum will Google meine Powerpoint hernehmen, um sie der Welt zu zeigen? Wahrscheinlich, weil sie brilliant ist und sehr schön zeigt, was mit Google alles geht. Aber: Warum fragt Google nicht von Fall zu Fall nach? Denn sicher wäre es doch ein Ehre ausgewählt zu sein. Aber… dann müsste Google ja alle Dokumente anschauen, um auswählen zu können. Und schon frage ich mich wieder: Muss das?

Oder wären Herr Kerres und viele andere nicht gerne bereit Dokumente zur Verfügung zu stellen, freiwillig aber selbst ausgewählt, um zu zeigen, was alles geht. Google dürfte da doch eigentlich viel selbstbewusster sein und müsste sich nicht seine Werbebeispiele in den AGBs – ich sag mal – erschleichen.

Oder?

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