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Familienwahn

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Vor etwa einem Monat schrieb ich über eine Veranstaltung der lit.COLOGNE. Meine Frau und ich haben jetzt jeweils eines der Bücher gelesen und waren beide enttäuscht. Die Entdeckung aber ist der Moderator.

abwesend von Gregor Sander  zeichnet sich auch durch die Abwesenheit einer Story aus. Der Band skizziert das, was eine Geschichte werden könnte, verliert sich dann aber immer wieder in Nebensächlichkeiten, die weder die handelnden Personen noch den Leser weiterbringen. Schlimmer aber noch: Da wo es ihm gelingt Spannung aufzubauen, ist die anschließende Auflösung meist unspektakulär. Schade eigentlich, denn die Lesung und der Autor als Person hatten auf mehr hoffen lassen.

Das Buch von Silke Scheuermann hat Karin gelesen und war vor allem über die Abwesenheit der Familiengeschichte enttäuscht.

Um aber auch etwas auf den Stapel für die Nachtlektüre zu legen:

Georg M. Oswald schrieb 1995 den Band „Das Loch – Neun Romane aus der Nachbarschaft“. Natürlich sind  es keine Romane, aber vor allem Geschichten aus dem Familienleben, die treffend sind und die in einer wunderbar distanzierten lakonischen Sprache erzählt sind. Der Spaß wäre ungetrübter, wäre es möglich diese Geschichten als reine Fiktion wahrzunehmen, ohne immer wieder Parallelen zu sehen, zu den Familiengeschichten, die einen umgeben.

2 Gedanken zu „Familienwahn

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