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Virtuelle Lehrer

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1996 habe ich zum ersten Mal meine Schüler auf einer Reise durch das Internet geschickt. 1997 habe ich mein erstes E-Mail-Projekt vor die Wand gefahren und im selben Jahr auch eins zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Ende 1997 hat an der UL ein Mensch von der Open University in England gesprochen und ich habe die ersten Artikel von Helmut Brammerts und David Little gelesen. So fing das an mit den digitalen Medien im Unterricht. Begleitet wurde das ganze immer von der bangen Frage mancher Kollegen: Wird uns der Computer denn ersetzen?

Der Mensch von der OU hatte die passende Antwort, die ein Jahrzehnt gehalten hat:

Der Computer wird den Lehrer nicht ersetzen. Aber der Lehrer mit Computer wird den Lehrer ohne Computer ersetzen.

Das war auch für die zaghafteren immer eine Perskeptive und das wir von diesem Ziel noch weit entfernt sind, wissen wir. Doch nun träumt jemand. Er tut es in der Zeit und er träumt vom virtuellen Lehrer. Bedenklich stimmt, dass der Mann irgendwann mal einen Computer erfunden hat und dann auch noch Lehrer war. Er sollte es also eigentlich besser wissen.

Bleibt die Hoffnung, dass das nur ein böser Traum ist und Steve aufwacht und froh ist, dass der Traum ausgeträumt ist.

3 Gedanken zu „Virtuelle Lehrer

  1. Ich habe auch 1996 begonnen, damals mit einer Internetfassung meiner Unterrichtseinheit zu „Schlafes Bruder“. Da war noch wenig Schüleraktivität gefragt. Inzwischen ist das Material ein wenig gewachsen, immer mal aktualisiert worden; vor einigen Monaten feierte die Seite http://www.djds.de/rsmat still und heimlich ihr zehnjähriges Jubiläum.
    Dass das irgendwann dazu führen könnte, dass Lehrer einmal überflüssig würden … habe ich wirklich noch nie befürchtet.
    Aber die Geschichte, die Jochen erwähnt, ist natürlich gut 🙂

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