Leben

Abschied

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Schluß? Aus? Ende?

Nach gut zwei Monaten, nach 27 Beiträgen, nach 14 Kommentaren, nach 487 Besuchern soll nun plötzlich und unerwartet Ende sein? Wie kann das?

Zu wenig Zeit?
Zu wenig Themen?
Zu wenig Kommentare? Oder die falschen?

Nein, all das nicht. Ich gebe zu Anfang Februar wollten mir keine Wort über die Finger fließen. Ich fühlte mich alt und müde. Ich hatte Themen und wusste nicht, wo ich anfangen sollte. Ich war viel untewegs und wenn ich zuhause war, dann saßen an dem Küchentisch, auf den ich immer mein Laptop stelle, oft Leute vor Weiß- oder Rotweingläsern, vor Kölsch- oder Bionadeflaschen und wollten die gute alte Kommunikationsform des Gespräches pflegen.

War das vielleicht der Grund: Kritik am Bloggen aus der realen Welt? Nein, auch das nicht. Es gab Interesse, Lob und Unterstützung; und die kritischen Anmerkungen haben mich zwar nachdenklich gemacht, haben mich dazu bewogen, Artikel zu überarbeiten oder wieder aus dem Netz zu nehmen, aber auch diese Gespräche, haben mich veranlasst den Versuch weiter zu treiben.

Ein Gespräch war dabei, von dem wollte ich immer mal schreiben. Ein Gespräch über den Sinn und Unsinn des Bloggen, geführt im ICE zwischen Duisburg und Essen. Kleiner Exkurs für diejenigen, die die Kombination dieser beiden Wörter nur aus dem Blog von Michael Kerres kennen: Duisburg und Essen sind zwei eigenständige Städte. Beiden haben einen Hauptbahnhof, in denen ICE halten. Duisburg-Essen ist kein Doppelname wie Wanne-Eickel, das heute wohl Herne-Eickel heißt, oder wie Oer-Erkenschwick oder Schloß Holte-Stuckenbrock oder Villingen-Schwenningen… aber da bin ich mir nun gar nicht mehr so sicher, ob das auch nur eine Stadt ist… ist da ein Schwabe oder Pfläzer oder Badener, der mir da weiterhelfen kann? Also Duisburg und Essen sind zwei Städte. Früher gab es in beiden eine Uni und aus denen wurde dann eine. Jede Stadt hat noch einen Campus und wenn man die Leute auf dem einen oder anderen anrufen will, muss man immer eine andere Vorwahl wählen. Auch wenn das verwirrend ist, lohnt es sich manchmal dahin zu fahren. Nach Duisburg oder Essen zur Uni Duisburg-Essen. Zum Beispiel im März.

Aber eigentlich wollte ich vom jähen Ende dieses Blogs erzählen. Ich weiß nicht, ob ich das den Menschen draußen vor den Bildschirmen erklären kann. Vielleicht geht es, indem ich mir einen Satz von Gerd Köster zu eigen mache: „Bei mir hat es zum Nationalisten ja nicht gereicht, ich bin nur Lokalpatriot geworden.“ Oder ich erzähle von diesem Lockruf, den ich höre,

den ich nicht überhören kann,
dem ich mich nicht entziehen will,
dem ich folgen MUSS.

Es ist einfach so, dass für mich und für viele vielen Menschen um mich herum ein anderes Gesetz gilt, ein Gesetz, das auch die Naturgesetze aus den Angeln hebt und zwischen Frühling, Sommer Herbst und Winter noch ein 5. Element schiebt.

Aber am Aschermittwoch… und dann sehen wir uns hier wieder. Versprochen!

Alaaf!

2 Gedanken zu „Abschied

  1. Villingen und Schwenningen sind 2 Städte, die durch die Gemeindereform in den 70ern kreismäßig zusammengelegt wurden. Grob: Villingen = Baden = katholisch (=Fasnetshochburg), Schwenningen = Württemberg = evangelisch. So trennte man früher BaWü 😉

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