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Ende einer Dienstzeit

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Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie mag, diese Anleihen bei Romantiteln – besonders dann nicht, wenn der Artikel, der dann folgt so ganz und gar nicht mit dem Roman zu tun hat. Stimmt eigentlich der Eindruck, dass Heinrich Böll recht häufig herhalten muss, wenn mal wieder kein Titel zum Artikel gefunden werden will.

In diesem Fall geht es in der Zeit um den Tod einer Lehrerin, die -so sieht es aus- an ihrem Beruf, nein, am Wandel ihres Berufes, nein, auch so stimmt das nicht, zerbrochen ist.  In der Zeit wird es dann Zweidimensiona: Da sind die Bösen und die Guten. Die Vorschrittlichen und die Konservativen. Die Reformer und die Bremser. Aber ganz so einfach ist das wohl alles nicht. Sehr empfehlenswert ist daher der Kommentar von .shift, in dem die Vielschichtigkeit der Problematik deutlich wird.

2 Gedanken zu „Ende einer Dienstzeit

  1. Oder sagen wir es anderes: Die Versuche alles in Zahlen und Statistiken zu erfassen, helfen keinem. Wetten das kein Ministerpräsident genau sagen kann, wie viele Lehrer er hat. Was nutzt da alle Faktenhuberei, wenn hinterher uns Lehrern die Zeit fehlt, zu fördern… was wir so oder so können und auch als unsere Aufgabe sehen.

  2. Es sind in der Tat nicht Reformen, die das Unterrichten immer schwerer machen.
    Statt von Finnland zu lernen, führt man Vergleichsarbeiten in Grundschulklassen ein, um dann denen, die die am meisten Benachteiligten unterrichten, vorzuwerfen, sie hätten versagt. Von Reform kann man da kaum sprechen.
    Zu diesen völlig unzulänglichen Voraussetzungen für eine Reform gesellt sich in Hessen neuerdings ein mutwillig provoziertes Computerchaos, das durch vorzeitige Einführung einer zentralen Erfassung aller Schülernoten im Computer des Kultusministeriums provoziert wurde.

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