Netzwelt

Die andere Seite des Interviews

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Die FTD hatte in der letzten Woche einen Artikel mit dem schönen Titel „Weblog am Wendepunkt„, darin wird unter anderem Jan Schmidt zitiert. Der wiederum dachte sich: Ich habe doch viel mehr gesagt im Interview als das, was da in der Zeitung steht. Also veröffentlicht er das ganze Interview in seinem Bamblog. Die Idee ist prima und demonstriert eine schöne Einsatzmöglichkeit von Blogs. Denn das ist ja immer wieder das Problem an Interviews: Von allem, was man so gesagt hat, steht dann doch nicht im Artikel, was einem wirklich wichtig war oder es steht nicht so drin, wie man es gemeint hat.

So ging es dann heute morgen auch mir. Die WamS hatte gestern einen Artikel nachgeschobenen Artikel zum 10-jährigen von Schulen ans Netz. Insgesamt ist der Bogen von Markus Schegas Einheit „Römer in Berlin„, über die Nutzung von Lehrer-Online zu den Laptop-Klassen in Gütersloh und der Notebookstudie von Gabi Reinmann nicht schlecht gespannt.

Aber das bei meinem Zitat, dass wir noch viel zu wenige Hauptschullehrer als Autoren bei Lehrer-Online haben, der Zusatz fehlt, dass es zum Beispiel Lift-web und anderes gibt, um das zu ändern,  ist schade. Und ob Frau Reinmann mit der Schlussstimmung, die das Zitat am Ende des Artikels bringt, würde ich auch gerne wissen.

Der Artikel ist aber insgesamt gut und so macht es natürlich wenig Sinn, richtig stellen zu wollen, zu korrigieren oder gar Gegendarstellungen zu formulieren. Aber wer sagt, dass das Band beim Interview nur auf einer Seite mitlaufen darf. Und so könnten  dann beide Seiten gehört werden, wenn auch wahrscheinlich von zwei unterschiedlichen Teilöffentlichkeiten.

Im Ergebnis steht dann ein öffentliches Gespräch da, ergänzt um die Interpretation der einen oder anderen Seite.

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