Schlagwörter
Alter Ausländer Beruf Betterband Bildung Bildungsexpedition Blogaktion bloggen Blogs boyle Briefwechsel Buchmesse Böll Computerspiele D21 Dellbrück Denkwerk Design didacta Dom Druckfrisch Duisburg E-Learning E-Mail Educational Media EMA Familien Feedback Fernsehen Goethe Kochen Kreidezeit Köln Leben litcologne literatur Podcast Schiller Schule Schülerkolleg Seminar Twitter Universität Web2.0 ZeitungLetzte Kommentare
- Alleinunterhalter bei 21. Türchen – Karpfen
- Richard bei Wo man so überall rein gerät!
- Frank Vohle bei Wo man so überall rein gerät!
- Studiosus bei Volker Rüddigkeit
- Frank Vohle bei Schlagabtausch
Twitter- richard_he: Workshop Lerninfrastruktur an Schulen - Programm steht und Abstracts zu den Beiträgen sind online: http://goo.gl/P3w2
- richard_he: RH-Micro: #Buchwunschliste: Zur falschen... http://www.richard-heinen.de/microblog/2010/08/29/buchwunschliste-zur-falschen/
- richard_he: #Buchwunschliste: Zur falschen Zeit, Alain Claude Sulzer http://goo.gl/4m9L
LesenachtMeta
Monats-Archive: Januar 2007
Lehrer-Blogs
Knapp zwei Wochen ist es nun her, seit ich auf Lehrer-Online exemplarisch ein paar Lehrer-Blogs vorgestellt habe. Die Reaktionen haben mich überrascht. Vor allem habe ich zahlreiche Hinweise auf Blogs erhalten, die ich nicht erwähnt habe. Ich wollte mit der Auswahl sicher keinem auf den Schlips treten, sondern die Auswahl für den Blogneuling übersichtlich halten.
Die Hinweise kamen aber oft nicht von den Bloggern selbst, sondern von ihren Lesern, die selbst nur lesend unterwegs sind. Vor allem dieser Umstand hat mich bewogen, die Blogs mal in einer Liste zusammenzustellen, die jetzt ganz links zu sehen ist. Die Liste enthält als meine ursprüngliche Auswahl, die Blog, die mir von ihren Autoren angetragen wurden und die Empfehlungen der Leserschaft.
Ein Blick durch die Blogrolls der nun versammelten Blogs erweckt den Eindruck, da nun eine kleine Gemeinschaft annähernd abgebildet zu haben. Oder sind da noch viele Lehrer-Blogs, die ich nicht entdeckt habe. Ich werde die Liste mal unkommentiert weiterführen. Vielleicht meldet sich ja auch der ein oder andere noch.
Sehr schön finde ich die Idee vom Lehrerfreund, die Top-Ten-Lehrersites 2006 aufzulisten – fast ausschließlich sind’s Blogs. Bis Freitag dürfen wir noch gespannt sein, wer auf die Ehrenliste kommt.
Veröffentlicht unter Netzwelt
2 Kommentare
NRW bloggt!
Also, die deutsche Seite zur EU-Präsidentschaft heißt EU2007.de, die Seite des Landes Nordrhein-Westfalen kommt ohne .de aus und ist unter nrw2007.eu zu finden. NRW behauptet (ich habe das nicht nachgeprüft, aber es wird wohl stimmen) von sich, das einzige Bundesland zu sein, das eine Seite zur Präsidentschaft des Staates zu haben, dessen Domain in der URL verschwiegen wird. Das ist irgendwie nett.
Dann harmoniert die Seite nicht so ganz mit meinem Browser und oben rechts steht sowas wie EU – olle reise! Das ist vielleicht zum Schmunzeln.
Und auf dieser Seite gibt es einen Blog und dort bloggt der Minister Breuer persönlich. Das ist erfreulich.
Noch sind es nicht ganz so viele Beiträge und auch nicht soviele Kommentare, aber das kann im Laufe der Präsidentschaft ja noch anders werden. (Den Podcast von Herrn Breuer höre ich mir morgen im Auto an.)
Herr Breuer war am EU-Projekttag in Beuel. Ich bin sicher, die Beueler haben ihm einen würdigen Empfang bereitet und dafür gesorgt, dass EU-Begeisterung sicherbar wird. Das hat Herr Minister dann auch so erlebt und geschrieben.
Jedoch: Die Bilder von Herrn Rau und von Herrn Breuer sind sehr unterschiedlich – sie leben ja auch in verschiedenen (Bundes-)Ländern und haben den Tag an verschiedenen Schulen erlebt. Schade ist es aber, dass sie wahrscheinlich nicht von einander wissen. Denn wenn sie voneinander wüssten, könnten sie miteinander reden. Und die beiden Blickwinkel würden wahrscheinlich ein Gesamtbild ergeben, das zeigt, dass beide wissen, wie wichtig die EU ist und wie wichtig es ist, diese Bedeutung in der Schule zu vermitteln.
Aber sie wissen ja nicht voneinander. Schade, eigentlich!
Veröffentlicht unter Leben, Schulwelt
Hinterlasse einen Kommentar
Projekttag EU
Hallo Herr Rau,
es freut mich, dass Sie unseren Themenschwerpunkt zu Europa gefunden haben. Der soll aber weit über den heutigen Tag hinausreichen. Aber das ist wohl auch nicht das Ziel des Tages. Auch wenn Frau Merkel und Herr Müntefering, die eben in der Tagesschau so schön in Klassenzimmern zu sehen waren, dort so schnell nicht wieder auftauchen werden. Aber die Idee wird wohl gewesen sein, einen ersten Anstoß zu geben, das Thema Europa in die Klassen zu tragen.
Ich habe das im letzten Jahr in Österreich mitgekommen, wo in vielen Klassen die eigene Ratspräsidentschaft sehr präsent war. Und Europa ist ja mehr als die hohe Politik, Brüssel und das “Bruttosozialprodukts von Portugal und Rumänien”. Europa sind ja auch viele viele Schüler, die übers Internet auf einmal auch erreichbar werden. Gerade die Sachen zu den Europäischen Schulpartnerschaften sollen dazu anregen, nicht die Fakten über die Länder, sondern die Leute in den Ländern kennen zu lernen. Und wenn ich dann vielleicht erfahre, wie sich das Leben sagen wir in der Slowakei in nur wenigen Jahren geändert hat, dann werden Begriffen wie Wachstum und Arbeitslosigkeit auch wieder anschaulich… jenseits aller Reden.
Ich kann verstehen, wenn Sie keine Lust auf Stellwände, Eintagsfliegen und Projekttage, die nur von Lehrern getragen werden, haben. Aber ich erinnere mich immer noch gerne an E-Mail-Projekte zurück, in denen wir von unserer Partnerklasse gelernt haben, wo die Krawatte entstand oder in denen einer meiner irischen Schüler nach zwei Wochen keine Lust mehr am Austausch hatte, weil keiner der deutschen Schüler Hurling spielte. Das ganze war zwar meist viel Arbeit, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht und war vor allem für alle sehr lehrreich… auch für uns Lehrende.
Also: Vielleicht machen Sie sich doch über den Tag hinaus an das Thema Europa. Dieses Halbjahr lädt dazu ein.
Viele Grüße aus Köln
Richard
Veröffentlicht unter Schulwelt
2 Kommentare
Hören Sie zu, Frau Sommer!
Der WDR hat eine ganze Woche zum Thema Schule gemacht. Selten war ich dem Sender so dankbar, dass er viele Sendungen als Podcast anbietet. Denn die zweimal 30 Minuten täglich im Auto reichten bei weitem nicht, um alle Sendungen zu hören. In dieser Woche ist auch ein Schulportal an den Start gegangen. Unter schule.wdr.de bündelt der Sender nun online seine Schulinfos.
Zum Abschluss war heute die nordrhein-westfälische Schulministerin, Barbara Sommer im Westblick zu Gast. Im Gespräch sollte sie das nun ein Jahr alte Schulgesetz bewerten und das war zum Teil schon komisch. Sie gab im grundsätzlich die Note “2-”. Anschließend wurde Sie mit einigen Kritikpunkten von Lehrerinnen und Lehrern konfrontiert.
Eine Lehrerin einer zweiten Klasse kritisiert, dass sie zwar zur individuellen Förderung angehalten ist, was sie auch gerne tut, aber dennoch am Ende der zweiten Klasse Noten verteilen muss, die manchen individuellen Fortschritt nicht abbilden können.
Frau Sommer: Die Eltern fordern Noten, um abschätzen zu können, wo ihre Kinder stehen.
Ein Vater kritisiert, dass nun die Grundschullehrer bestimmen, auf welche weiterführende Schule ein Kind gehen dar. Die Entscheidungsfreiheit ist den Eltern abgenommen.
Frau Sommer: Man muss nicht jedesmal tun, was die Eltern wollen.
Ein Schulleiter rechnet vor, dass ein Kind an einer weiterführenden Schule mit Unterricht, Hausaufgaben und Förderstunden leicht auf eine 45 Stundenwoche kommt. Man stelle sich vor, es gäb eine Schülergewerkschaft.
Frau Sommer: Nun, wenn die Vormittagsstunden der Halbtagsschule nicht ausreichen, dann müssen wir eben die Ganztagsschule weiterausbauen. ?!?
So ging das noch eine Weile weiter.
Nunja, manches im Gesetz ist nicht falsch, manches nicht ganz durchdacht. Wohltuend aber ist es, immer wieder Lehrerinnen und Lehrer zu erleben, die versuchen, es mit Distanz und Erfahrung und einem fürsorglichen Blick auf unsere Kinder zu interpretieren und umzusetzen.
Veröffentlicht unter Schulwelt
Hinterlasse einen Kommentar
Brauchen wir eine radikal geänderte Lehrerrolle?
Im Konzeptblog habe ich den Hinweis auf einen Artikel von Peter Baumgartner gelesen, der beim Lesen an mancher Stelle meinen Widerspruch hervorrief.
Zunächst scheint mir die Einschränkung sozialer Software auf nur sehr sehr wenige Programme zu eng. Podcast, Wikis und Weblog werden ausgeschlossen, während Bildarchiven und Bookmarksystemen eine besondere Bedeutung zugeschrieben wird. Meine eigenen Erfahrungen sind da andere, durch das lesen, schreiben und kommentieren von Weblog habe ich alleine in den letzten Woche mehr Kontakte knüpfen können, als ich vermutet hätte. Hingegen konnte ich durch die gelegentliche und noch nicht sehr systematische Durchforstung und Nutzung von del.icio.us zwar eine Reihe interessanter Webseiten entdecken, aber bin auf diesem Weg in keinen Kontakt zu anderen getreten.
Die Gleichsetzung von Wiki und Forum halte ich ebenfalls für gewagt, da ich in der Arbeit mit Wikis eine deutlich stärkere Ergebnis- und Produktorientierung sehe, verbunden mit dem Wunsch der einzelnen Beteiligten diese Produkt gemeinsam zu schaffen.
Besonders auffällig sind aber die Probleme die Baumgartner bei der Nutzung sozialer Software im Unterricht sind. Zentraler Punkt ist für ihn dabei der Kontrollverlust nicht nur über Inhalte, die das Internet schon vor dem Web 2.0 mit sich gebracht haben soll, sondern auch über die Kontakte die Lernende nutzen.
Ich habe den “Verlust” über die Kontrolle der Inhalte im Unterricht immer als Herausforderung empfunden und für die Lernenden als Bereicherung gesehen. Eine Kontrolle habe ich nur in den Fällen versucht auszuüben, wenn ich eine didaktische Reduzierung der Stoffmenge für angezeigt hielt.
Ein LMS würde ich kaum als abgeschotteten Raum mit ausgewählten Inhalten sehen, sondern als vorbereitetes Basislager für die Expedition ins Internet, denn wenn ich aus den engen Räumen nicht in die weiten des Internets losziehen kann, muss ich doch fragen, warum ich überhaupt eine Software im Internet nutze.
Sich der Herausforderung, ein Seminar nicht nur über sondern auch mit Social Software zu gestalten, zu stellen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Damit aus dem “Lernen und Reden über” ein Erleben wird. Und dann bin ich pädagogischen Ansätzen, die es schon lange vor dem Computer, dem Internet und dem Web 2.0 im Unterricht gab.
Die geforderte Änderung der Lehrerrolle besteht auch ebenso lange. Die Frage ist, ob ich mich der Forderung stelle und ob ich vielleicht neue oder geänderte technische Möglichkeiten zum Anlass nehme meine Lehrerrolle zu ändern.
Eine veränderte Lehrerrolle werden wir auch in 10 Jahren noch brauchen, wenn das Web 2.0 längst Geschichte ist. Und Lehrer mit der geforderten Sichtweise gibt es auch heute schon. Und manche von ihnen haben noch nie einen Computer im Unterricht zum Einsatz gebracht.
Veröffentlicht unter Gelesen, Netzwelt, Schulwelt
Hinterlasse einen Kommentar
Appendix
Schluss mit lustig. Es gibt nur noch einen Blog – von mir. Diesen hier. Und der heißt jetzt Appendix … angehängt. Der andere ist Geschichte und liegt gesichert auf meinem Rechner. Ein paar Beiträge habe ich hierher kopiert. Die anderen… wir werden sehen.
Veröffentlicht unter Allgemein
Hinterlasse einen Kommentar
Lehrer-Online und Web 2.0
Zum Start des neuen Jahres haben wir gleich zwei Themenschwerpunkte gemacht. Der erste ist nur ganz klein und dient dazu, die Aktion von Menschen für Menschen mit den Killerpilzen unterstützen. Der zweite nimmt die römischen Verträgen und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft zu Anlass, das Thema Europa noch einmal mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Beide Themenschwerpunkte versammeln vor allem bestehendes Material, bei der EU ist aber schon das eine oder andere neu, im Laufe des ersten Halbjahres wird auch noch was dazu kommen.
Bisher sind die Sachen dort viel “klassisches” Material: Recherche, Präsentation, E-Mail-Kooperation.
Das soll sich insgesamt auf Lehrer-Online ändern und um das zu unterstützen, habe ich im aktuellen Newsletter die Anfang Dezember eingeführte Rubrik “Zur Sache” nochmal mit Inhalt gefüllt und eine Seite zu Web 2.0 geschrieben. Ziel des Ganzen: Das Thema auf Lehrer-Online.de zu eröffnen. Die ausgewählten Unterrichtseinheiten zu Wiki, Weblog und Podcast sollen weniger zeigen, was wir schon alles haben, als vielmehr zeigen, worum es im Unterricht gehen kann.
Drei Artikel zur Einführung habe ich ausgewählt, die hoffentlich unterschiedlich weit informierte Leser ansprechen und in ihrer Gesamtheit ein facettenreiches Bild abgeben. (Nuja, für manchen werden das auch alte Bekannte sein.)
Zum Schluss gibt es dann noch ein paar Links zu ein paar sehr unterschiedlichen Lehrerblogs. Dies nicht nur mit dem Ziel, den Lesern auch so einen Zugang zum Thema zu ermöglichen, sondern auch um Mitstreiter zu finden, dass Thema auf Lehrer-Online.de auszubauen.
Hier die ausgewählte Blogs. Ein paar lese ich schon eine Weile. Ein paar habe ich in den letzten Wochen neu entdeckt.
- Lehrerrundmail
- Fremdsprachen und Neue Medien
- JochenEnglish
- Kreide fressen
- Schwellenpaedagogik
- Herr Rau
- Lehrerblog – Wissen ist Macht ….
Kleiner Nachtrag: Gerade lese ich bei Herrn Rau, wie er del.icio.us nutzt. Lesenswert, weil er anschaulich klar macht
- wie del.icio.us funktioniert,
- wie er es für den Unterricht nutzt
- und welche Gefahren es vielleicht auch haben kann.
Gefreut habe ich mich, dass ich bei Herrn Rau zum ersten Mal sehr direkt was zum erstenmal Unterrichten mit Blogs und Podcasts gefunden habe. Aber das liegt wahrscheinlich nur daran, das ich dort noch nicht lange genug mitlese.
Veröffentlicht unter Netzwelt
1 Kommentar
Die Reputation verteidigen
Privat oder öffentlich? Ich oute mich dann mal als Kölner Immi. D.h. ich lebe in dieser Stadt und ich liebe ihre fünfte Jahreszeit. Gestern musste ich aber wieder mal erleben, dass Menschen sich der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Handlungen nicht bewusst sind. Die Sitzung einer kleinen Karnevalsgesellschaft war mit guten bis sehr guten Nummern vollgestopft. Traditionscours beim Tanz muss ich nicht wirklich sehen, aber sie gehören dazu. Danken muss ich Bernd Stelter für die neue Version von 54, 74, 90, 2010. Bei ihm heißt es : 54, 57, 61 und B1 und wer hier in der Gegend wohnt, weißt was man da macht: Im Stau! Und das auch ein Immi was vom Karneval versteht, zeigt sein neues Köln-Lied. Da heißt es:
“Darum haken wir jetzt Arme unter Ellenbogen ein,
und singen endlich mal ne Hymne auf die schöne Stadt am Rhein… ”
Und auf das Lied kann man alles, nur nicht schunkeln. So gebrochen macht Karneval dann wieder richtig Spaß. Nicht wenn da ein anderen steht und weint, dass es die alten Redner nicht mehr gibt, das die Neuen nur noch Comedians sind und auch kein Kölsch mehr sprechen.
Aber darum geht es nicht. Da stand ein Elferrat auf der Bühne, der bestand aus 7 oder 8 Personen, warum auch immer. Die hatten alle viel Spaß da oben. Nur 4 oder 5 nicht. Die standen da, als wäre ihnen der Kanarienvogel gestorben. Die haben nicht gelacht, die haben nicht getanzt, die haben keine Minute daran gedacht, dass ihnen 2000 Menschen bei ihrer zur Schau getragenen Trostlosigkeit zuschauen. Die waren sich ihrer Öffentlichkeit in keinster Weise bewusst. Und sie waren Thema: Wie kann man sich nur dahin stellen und dann so gucken!
So und jetzt kommt der Link zum Internet. Die Welt schreibt über die Probleme, die Spuren im Internet bereiten können. Eine amerikanische Firma hilft nun dabei, diese Spuren zu beseitigen. Das Internet ist hier nicht böse. Das Internet zerstört nicht, wie der Artikel es nahe legen will, die Karriere. Wenn ich auf Partyfotos im Netz immer wieder nicht fröhlich feiernd sondern volltrunken zu sehen bin, dann wir das mein neuer Arbeitgeber vielleicht auf der ersten betrieblichen Feier auch mitbekommen. Im Artikel wird ein Mensch zitiert, der unter “enormen seelischen Problemen” litt und diese in Foren unter seinem Namen diskutierte. Wird er das nicht wahrscheinlich auch im Tennisverein oder der Kaffeepause tun?
Wenn ich nicht will, dass bestimmte Informationen über mich andere erreichen, dann darf ich sie nicht mit meinem Namen verknüpfen. Weder im Internet noch im realen Leben. Wer sich seiner Schandtaten im Internet rühmt, darf sich nicht wundern, wenn sie von realen Menschen gelesen werden. Wer sich seiner Seitensprünge im Internet rühmt und sich dann wundert, wenn er zuhause Ärger bekommt, ist schlicht dumm.
Also, immer gut überlegen, was man sagt oder schreibt. Das schränkt die Möglichkeiten des Mit-mach-Webs nicht ein. Vielleicht erhöht es aber seine Qualität.
Veröffentlicht unter Gelesen, Netzwelt
Hinterlasse einen Kommentar
Wagenschaden
Pünktlich um 14:44 verließ ein Zug der Linie 18 den Bahnhof Hansaring.
Außerplanmäßig aber nicht unerwartet hielt der Zug nach wenigen hundert Metern noch vor der Haltestelle Ebertplatz. Nur mit Verzögerungen für er an den folgenden Stationen an und hielt immer wieder unerwartet auf offener Strecke.
Bei näherem Hinsehen fand ich mich umringt von Menschen, die gerade aus der Schule kamen. Lehrern wie Schülern. Stillschweigend schienen schienen sie iene Abmachung getroffen zu haben, sich in unterschiedlichen Bereichen des Wagens aufzuhalten. Die Schüler erkannte ich am Alter und an den Schultaschen. Die Lehrer identifizierten sich sehr unterschiedlich: Durch Ihre Kleidung, durch ihre Gespräche, durch das Korrigieren von Schülerarbeiten oder auch am leeren müden Blick – jeder auf seine Art.
Nachdem wir bereits fünf Minuten an der Haltestelle Wiener Platz gestanden hatten, vermeldete der Zugführer folgendes: “Ich habe einen Fahrzeugschaden und muss den Wagen leer machen. Die anderen Züge stehen aber direkt hinter mir.”
Wörtlich!
Schüler wie Lehrer verstanden ihn und so ergossen wir uns auf den Bahnsteig. Der Zug fuhr an und blieb nach wenigen Meter, die Zugspitze hatte eben der Tunnel erreicht, wieder stehen.
Der Schaffner fluchte und auf dem Bahnsteig war verschiedenes zu beobachten: Technisch interessierte Schüler und Lehrer stürmten regelrecht zur Spitze des Zuges, um die Arbeiten des Schaffners zu beobachten und zu kommentieren. Die eher übergewichtigen Schüler belagern den Bäckereistand auf dem Bahnsteig, die jüngeren unter ihnen halten sich in der zweiten Reihe und zählen erstmal Centstücke zusammen. Drei Jungs hocken sich vor eine Werbetafel und nehmen ihre Hefte aus den Taschen. Die beginnen ihre Hausaufgaben zu machen. Bald entwickelt sich eine intensive Diskussion. Ein Lehrer neben ist eingeschlafen.
Immer wieder wandern die Blicke der Jungs den Bahnsteig entlang, bis sie gefunden haben, was bzw. wen sie suchen. Nun wird offensichtlich ausdiskutiert, wer als Bote entsandt wird. Schließlich erhebt sich einer der Siebtklässler und spricht eine Frau an, die in ein Buch vertieft einige Meter entfernt steht. Die Lehrerin. Sie hockt sich zu ihnen und diskutiert mit.
Unterricht auf dem Bahnsteig.
Die anderen scheinen sie nicht bemerken. Zwei Kollegen diskutieren weiter. Ein Pärchen knutsch an der Bahnsteigkante. Der Zug fährt ab. Unmittelbar fährt die nächste Bahn ein. Die Schülergruppe packt die Hefte ein und bedankt sich. Die Lehrerin sagt: “Nicht dafür!”
Veröffentlicht unter Leben, Schulwelt
Hinterlasse einen Kommentar
Egon hat Schule!
Gibt es den eigentlich noch, den Aufkleber der deutschen Verkehrswacht (hieß die so?), der am Ende der Sommerferien die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöhen sollte und der von “uns Schülern” dann immer zerschnippelt und umsortiert aufgeklebt wurde – damals? Egal!
Schule hat begonnen! Auch 2007! Und wie war der erste Tag? Die Frage stellt die Schwellenpädagigik, beantwortet sie für sich und gibt den Stab, das Stöckchen an zwei Kollegen weiter. JochenEnglisch antwortet, um die Vernetzung der bloggenden Lehrer zu fördern und reicht an Herrn Rau weiter. Der antwortet gleich am ersten und am zweiten Tag. Das ist amüsant zu lesen und zeigt, wie das so ist, nach den Ferien. Die persönliche Seite der Blogs.
Bin gespannt, ob das einer aufnimmt und weiterführt… aber weahrscheinlich sind die Ferien schon zu lange her.
Herrn Wagner interessiert das nicht. Der kümmert sich ums Abitur. Gut so!
Veröffentlicht unter Allgemein, Netzwelt, Schulwelt
Hinterlasse einen Kommentar